Liechtenstein behält weiter Zugang zum Mobilfunk

Recht, Politik & EU Die Einwohner des Fürstentums Liechtenstein haben sich gegen eine Verschärfung der Mobilfunk-Strahlungsgrenzwerte ausgesprochen. Damit ist die vorgesehene Senkung auf 0,6 V/m vom Tisch. Es bleibt damit bei den bereits bestehenden Grenzwerten, die man von der Schweiz übernommen hat, teilte die Wirtschaftskammer Liechtensteins gestern mit. Diese liegen für Mobilfunkanlagen auch weiterhin bei 6 V/m.

Mit einer Zustimmung von 57 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich die Stimmberechtigten für die Mobilfunk-Initivate der Wirtschaftsverbände aus. Die Stimmbeteiligung beträgt 66,3 Prozent, für liechtensteinische Verhältnisse eine vergleichsweise geringe Beteiligung.

In der Gemeinde Mauren fand die Mobilfunk-Initiative mit 62,9 Prozent die stärkste Unterstützung, den vergleichsweise geringsten Zuspruch gab es in der Gemeinde Balzers mit 53 Prozent, hieß es.

Die Absenkung des Grenzwertes wurde ursprünglich vom Landtag beschlossen. Im Vorfeld der Volksabstimmung am Wochenende setze sich vor allem der Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk Liechtenstein (VGM) für eine Beibehaltung der Regelung ein.

Dem stand aber vor allem die Wirtschaft entgegen. Diese befürchtete, dass die Mobilfunkbetreiber Orange und Swisscom ihre Ankündigung umsetzen, sich im Fall einer so deutlichen Absenkung der Grenzwerte aus dem Geschäft zurückzuziehen.
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