EA: Mehr Downloads als Verpackungen erwartet

PC-Spiele Glaubt man dem Publisher Electronic Arts, so werden schnelle Internetverbindungen dazu führen, dass der Verkauf von PC-Spielen in Verpackungen immer unwichtiger und dadurch auch teurer wird. Die Zukunft gehört den Downloads.

Laut dem CEO von Electronic Arts, John Riccitiello, sind die reinen Digital-Versionen der Spiele bereits jetzt für 40 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Im nächsten Jahr erwartet er das Erreichen von 50 Prozent, Tendenz steigend, berichtet die Nachrichtenagentur 'Reuters'. Dennoch wird es immer einen Markt für verpackte Spiele geben, sagte Riccitiello.


EA erfreut sich nicht nur an der aktuellen Entwicklung, sondern man versucht sie auch voranzutreiben. Verkauft man Spiele ausschließlich als Download, so eliminiert man den Vertrieb und den Einzelhandel und kann so deutlich höhere Gewinne einfahren. Dies passt natürlich sehr gut zu den angekündigten Sparmaßnahmen von Electronic Arts.

Das Problem: Obwohl der Publisher durch den Online-Verkauf viele Kosten einspart, sinkt für den Käufer der Preis nicht. Im Gegenteil: Oftmals sind kleinere Händler mit der "Offline-Variante" günstiger als der Publisher selbst mit der Online-Ausgabe. In Zukunft dürfte sich das ändern. Der Online-Preis wird stabil bleiben, im Laden wird es aber deutlich teurer. Ein PC-Spiel mit Verpackung wird zum Luxus.
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"...so werden schnelle Internetverbindungen dazu führen..." ...viel Spaß in Deutschland und Schwellenländern! Zweitens finde ich es eine Frechheit, dass bei größtmöglicher Kostenminimierung der Preisvorteil nicht an den Kunden weitergegeben wird. Wo sind denn hier unsere feinen Marktaufsichtsbehörden? Das beste aktuelle Beispiel kommt zwar nicht von EA, zeigt aber die Dreistigkeit der Branche. "CoD: MW2" hab ich mir im Laden für 44,- Euro gekauft. Bei Steam kostet die DL-Variante satte 59,99 Euro. Wie bitte ist das bei geringeren Kosten zu erklären?
 
@tommy1977: Und wieviel kostet eine DVD+Verpackung? In der Herstellung+Versand vielleicht -,10 Euro. Wenn da mal eine hübsche und ausführliche Anleitung bei wäre, noch ein nettes Poster, ein Bild für Tastenkürzel oder ähnliches, Schlüsselanhänger etc., etc., dann wären die Mehrkosten vielleicht 1-3 Euro. Also die Produktionskosten eines Spiels auf physischem Medium dürfte wohl kein Argument sein, daß die garantiert 10,- Euro oder noch mehr kosten. Alles eine Farce.
 
@tommy1977: was ich noch frecher finde ist, dass man das Spiel bei Steam nicht "besitzt" (im klassischen Sinne). du mietest es ja quasi nur.
 
@tommy1977: Solch Preisunterschiede erklären sich durch eine blinde Preispolitik und spiegelt sehr deutlich wieder, was ein PC-Spiel wirklich wert ist. Nämlich fast nichts. Aber der Gewinn geht direkt an die Aktionäre!
 
@Turk_Turkleton: das zählt in deutschland nicht. hat was mit den lizenzen zu tun die man eigentlich "mietet".


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