Vodafone: Milliarden-Abschreibung spart Steuern

Wirtschaft & Firmen Der Mobilfunkbetreiber Vodafone erspart sich die Nachzahlung einer größeren Summe an Steuern. Mehrere Jahre hatte man mit den Behörden um eine Abschreibung auf den Unternehmenswert gefeilscht.

Ursprünglich wollte Vodafone eine Summe von 50 Milliarden Euro abschreiben. Dies hätte wohl dazu geführt, dass der Konzern eine hohe Rückzahlung aus den Staatskassen erhalten hätte. Die Summe wurde nun allerdings auf 15 Milliarden Euro reduziert, berichtete die 'Rheinische Post'.


Die Zeitung beruft sich dabei auf unternehmensnahe Kreise. Demnach akzeptiere Vodafone die Haltung der Behörden. Zwar müssten keine Steuern nachgezahlt werden, der Konzern erhält aber auch kein Geld zurück.

Hintergrund der Auseinandersetzung war die Übernahme von Mannesmann durch Vodafone im Jahr 2000. Rund 180 Milliarden Dollar investierte der Mobilfunkkonzern in die Akquisition. Kurze Zeit später fielen die Aktienkurse allerdings deutlich und der Firmenwert musste weit nach unten korrigiert werden.
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Wieder mal eine schallende Ohrfeige für den normalen Steuerzahler!
 
@Bombenleger: "fielen die Aktienkurse allerdings deutlich und der Firmenwert musste weit nach unten korrigiert werden" Da sind tatsächliche Verluste entstanden! Wenn du dir für deinen Job für 10.000 Euro im Jahr Fachliteratur kaufst, kannst du das auch absetzen. Also den steuerlichen Teil. Die 10.000 Euro sind aber erst mal ausgegeben, deine Steuerlast schmälert das um ein paar Zehner oder Hunderter.
 
@satyris: Das unternehmerische Risiko fallender Aktienkurse wird also auf Kosten der Staatskasse ausgeglichen. Warum wundere ich mich überhaupt noch, die Banker dürfen ja auch alles ungestraft gegen die Wand fahren.
 
@Bombenleger: Für Gewinne werden Steuern gezahlt. Verluste können da gegen gerechnet werden. Das sich manche Unternehmen steuerlich arm rechnen ist leider ein Nebeneffekt, dem ein Riegel vorgeschoben werden muss. Aber zu viel gezahlte Steuern lässt du dir ja nach der Steuererklärung im Folgejahr auch erstatten.
 
@Bombenleger: bla bla... Das Gesetz ZWINGT vodafone dazu, den Firmenwert anzugleichen, WENN eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die Telekom hat das mit ihren Immobilien NICHT gemacht und damit Stärke in den Bilanzen vorgetäuscht, wo keine Stärke war. Da haben auch alle "Buh!" gerufen. Also egal wie es ein Unternehmen macht, der Bürger ist immer dagegen. Vodafone könnte ja den alten Wert stehen lassen - du als potentieller Aktionär glaubst dann, dass die Firma ganz viel wert ist (laut Bilanz) und schreist dann nach Vergeltung, wenn später herauskommt, dass die Firma diesen Wert nicht hat und die Kurse fallen. Wie hoch nun der tatsächliche Wertverlust ist, hängt von der Betrachtungsweise ab, daher die Diskussion zwischen Finanzamt und Unternehmen. STEIGEN die Kurse wieder dauerhaft, muss vodafone das später wieder als Gewinn ausweisen und die Steuern darauf abführen. Nur mal nebenbei erwähnt: Wenn du dir Aktien kaufst, musst du realisierte Kursgewinne / gezahlte Dividenden versteuern. FALLEN die Aktien, kannst du das steuerlich geltend machen. Also wirst nicht ungerecht behandelt im Vergleich zu Unternehmen. Hier wie da gilt allerdings: Nur was an Steuern bezahlt wurde, kann wiedergeholt werden. Also nix mit staatlicher Subvention, du bekommst niemals eine Steuererstattung, wenn keine Steuern geflossen sind.


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