VDSL: EU-Gericht kippt Sonderstellung der Telekom

Recht, Politik & EU Das VDSL-Netz der Deutschen Telekom darf nicht von der Regulierung ausgenommen werden. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) und fügte dem Konzern und der Bundesregierung damit eine Niederlage zu.

Die Auseinandersetzung um die so genannten Regulierungsferien für die Telekom laufen schon seit Jahren. Der Konzern hatte betont, dass man Milliarden in den Ausbau der Infrastruktur stecke und die Regierung den Bereich im Gegenzug aus der staatlichen Regulierung heraushalten soll.


Dies tat die Bundesregierung im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Die damit umgesetzte Einschränkung der Aufsicht der Bundesnetzagentur als Wettbewerbshüter in dem Bereich sei aber unzulässig, entschied der EuGH nun aber in seinem Urteil.

Dieses führt zwar nicht direkt dazu, dass die Änderung am TKG unwirksam wird, die Bundesregierung muss aber auf die Entscheidung reagieren. Ansonsten könnte die EU-Kommission in dem Fall ein Verfahren gegen Deutschland anstrengen, das hohe Bußgelder zur Folge haben könnte.

Der EuGH berief sich in seiner Entscheidung auf eine EU-Rahmenrichtlinie, die die Aufsicht über die Infrastrukturen ehemaliger Staatsmonopolisten an die jeweiligen nationalen Regulierungsbehörden übergibt. Ein Eingriff des Gesetzgebers in den Prozess der Schaffung eines funktionierenden Wettbewerbes sei dabei nicht vorgesehen.
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Und was bedeutet das? Richtig, 1&1 & Co. flamed jetzt die Telekom an, Netze zu bauen und behauptet die verlangsamen alles und sobald alles fertig ist, rufen die 100 mal am Tag an und wollen dich als Kunden. So kanns doch auch nicht gehen... EDIT: Jetzt gibt es natürlich wieder Minus von diesen ganzen Hatern... Leute: Ihr wollt doch den Ausbau, meine Gegend ist bereits vollständig ausgebaut. Trotzdem wird es so keinen VDSL-Ausbau geben. Warum sollte die Telekom ausbauen, wenn sie danach das Netz sowieso wieder spottbillig raushauen muss? Und wenn es Probleme gibt, dann schicken die ganzen Reseller, deren "Techniker" im besten Fall nur das Namens-Alphabet beherrschen, einen zur Telekom und die darf an die VsT fahren, um festzustellen, dass das Problem doch beim Reseller liegt. Hört sich äußert rentabel an :D
 
@DasFragezeichen: Die Telekom hat sich eben übelst verkalkuliert in dieser Angelegenheit und nun müssen sie sich eben mit den Konsequenzen abfinden. Es ist ja nicht so, dass die arme Telekom das ganze Netz allein aufbauen musste und sich niemand fand der sich an den Kosten beteiligen wollte. Die Telekom hat doch Angebote anderer Anbieter grundsätzlich abgelehnt um eben hinterher argumentieren zu können man habe ja alles alleine bezahlt und sollte doch nun Sonderrechte bekommen. Plan ist nicht aufgegangen, also haben sie eben Pech gehabt.
 
@Patata: Pfff...den Kunden wirds treffen, die Telekom baut einfach nicht mehr aus fertig. Auch wenn atm schon nicht mehr ausgebaut wird...
 
@DasFragezeichen: Zeigt dann doch aber wie egal der Telekom die Kunden waren und sind, wenn sie sich auf solch ein riskantes Spiel eingelassen haben. Man hätte auf die Angebote der Konkurrenten eingehen können und auch bessere Konditionen aushandeln können um dann ein gemeinsam finanziertes Netz aufzubauen, stattdessen wollte die Telekom alles allein zahlen um hinterher eine Sonderstellung zu bekommen. Hat eben nicht funktioniert und war auch von Anfang an absehbar.
 
@Patata: Patata: Das ist keine einfache Rechnung. Die Telekom baut nur noch dort aus, wo Leute viel Geld haben, da dort die meisten auch direkt zur Telekom gehen, zahlen gerne etwas mehr, aber dafür kriegst du wirklich "alles aus einer Hand" und du gehst einfach zum T-Punkt. Die Alternative sind die Kabel Anbieter, die gewinnen daran. Und Kundenimage? Beim besten Willen, die meisten (ja, es gibt ein RL außerhalb von Kommentaren) Leute interessiert das eh einen Dreck, die haben besseres zu tun, als für einen Ausbau zu kämpfen...


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