Datenschutz: Kontrolle von Firmen existiert fast nicht

Datenschutz Unternehmen müssen kaum befürchten, dass sie von Datenschutzbehörden überprüft werden. Solange es kein Leck gibt, das ausreichend öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist man also vor staatlichen Sanktionen recht sicher.

Hintergrund ist die völlig unzureichende Zahl an Mitarbeitern bei den entsprechenden Behörden. "Bezogen auf die Unternehmensanzahl stehen bundesweit 2,2 Stellen pro 100.000 Unternehmen zur Verfügung", errechnete die Xamit Bewertungsgesellschaft in ihrem Datenschutzbarometers 2009.


In dieser Berechnung sind Vereine, Parteien und andere Organisationen, die theoretisch ebenso zum Aufgabengebiet der staatlichen Datenschützer gehören, noch gar nicht enthalten. Das bedeutet, dass ein Unternehmen theoretisch lediglich alle 39.000 Jahre damit rechnen muss, hinsichtlich der korrekten Umsetzung der Datenschutz-Gesetzgebung kontrolliert zu werden.

Dem stellt Xamit die Zahl von 244.600 Beschäftigten in den Finanzverwaltungen von Bund, Ländern und Gemeinden gegenüber. Dies sind 6.888 Beschäftigte pro 100.000 Unternehmen. "Steuererhebung ist also 3.131 Mal wichtiger als der Schutz von Grundrechten", kritisiert die Gesellschaft.
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Zu glauben das sich daran etwas ändert,muß man auch nicht befürchten. Denn diese Firmen sind ja unsere Leistungsträger und denen darf man auch nichts tun. Dafür sorgt schon unsere Regierung. Wie heißt es dann: Gefahrenabwehr in den Mittelständischen Betrieben,gemeint sind aber nur die großen Unternehmen. "Dessen Brot ich ess, dessen Lied sing ich".
 
@Nordwind943: Solange die Gesetzgeber in den Vorständen der Firmen sitzen, wird sich eh nichts ändern. Und selbst wenn dies nicht der Fall wäre, dann gibt es noch die Lobbyisten, welche kleine Geldköfferchen liefern. Datenschutz ist nur für die Daten der Herrscherklasse gedacht. Das Volk darf NICHT wissen, was wirklich geschieht.
 
"stehen bundesweit 2,2 Stellen pro 100.000 Unternehmen zur Verfügung"...reines potential für arbeitsämter...da geht doch noch was
 
@Otacon2002: Zu teuer. Wir brauchen die Steuergelder um die Renditen der Banken-Aktionäre zu sichern.
 
@Kobold-HH: und um die Steuerentlastungs-Versprechen refinanzieren zu können oO


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