Verhaftung wegen gekaperten RuneQuest-Accounts

Recht, Politik & EU In Großbritannien wurde ein Mann verhaftet, der sich illegal Zugang zu Accounts anderer Nutzer des Online-Spieles RuneQuest verschafft haben soll. Das berichtete die britische Tageszeitung 'The Times'.

Durch das Kapern der fremden Konten wollte der Beschuldigte offenbar in den Besitz von virtuellem Geld und Gegenständen in dem Spiel gelangen. Diese werden inzwischen auch außerhalb der Online-Plattform gegen reales Geld gehandelt und sind teilweise sehr wertvoll.


Der Mann wird nun wohl zumindest in mehreren Punkten wegen Computerkriminalität angeklagt. Das zuständige Gericht wird aber voraussichtlich auch entscheiden müssen, ob eine Verurteilung wegen weitergehender Straftaten möglich ist - denn auch den Strafbestand des Diebstahls halten Vertreter der Spieleindustrie als auch der Behörden für möglich.

In den Niederlanden hat ein Gericht im vergangenen Jahr bereits einen Präzedenzfall geschaffen, in dem zwei Jugendliche in einem ähnlichen Fall des Diebstahls für schuldig befunden wurden. eine solche Entscheidung steht nach britischem Recht aber noch aus.

"Die Spieler investieren jahrelang Zeit, um ihren Online-Charakter zu entwickeln. Der Diebstahl eines Accounts sollte daher nicht anders bewertet werden, als der Diebstahl einer Spielekonsole, eines Fernsehers oder Autos", meint zumindest Mark Gerhard, Chef des RuneQuest-Betreibers Jagex Games.
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[o1] C am 01.12.09 11:35 Uhr
(+2
Richtig!!! Diebstahl ist Diebstahl. Ob im Netz oder in der Realität. Da sollte kein Unterschied gemacht werden. (Bitte kein geflame im Bezug auf Trojaner, unsicher Passwörter etc. => Ist zwar dann eigene Blödheit, es rechtfertigt aber immer noch keinen Diebstahl!)
 
@C: Jaein... Denn es ist schon ein Unterschied, ein gestohlenes Auto wieder zu besorgen, oder der Server-Betreiber stellt die virtuellen Dinge wieder her. Sicher ist es Diebstahl. Doch anders als in der realen Welt lassen sich Dinge aus dem Nichts erschaffen und zu Nichts wieder löschen. Hier müsste nur der Server-Betreiber mal mithelfen. Doch die halten sich meist aus so was raus.
 
[re:2] C am 01.12.09 11:42 Uhr
(+2
@Kobold-HH: So einfach ist das nicht, weil wenn Du es so machst, würde das Gleichgewicht von MMORPGS kaputt gehen. Und nur weil es sich wiederherstellen lässt, hat niemand das Recht Dir etwas zu entwenden. Dann ist es immernoch Diebstahl.
 
@C: naja geld lässt sich auch unendlich drucken... also sowas ist ja kein Argument, Geld wird auch aus Papier hergestellt....
 
@Kobold-HH: Wie sollte das gehen? Nehmen wir doch nur mal ein mmorpg als Beispiel - der Account wird geklaut, dann wird damit handel mit anderen Spielern betrieben usw - wie will man das einfach zurücksetzen? Da beeinflusst sich alles gegenseitig einfach zu sehr als dass man wegen einem Account hier anfangen könnte dinge zurückzusetzen.


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