Scientology-Hacker wurde zu Haftstrafe verurteilt
Er führte seine Aktion im Rahmen einer größeren Kampagne des Anonymous-Netzwerkes durch. Dabei störten zahlreiche Aktivisten mit mehreren über 8.000 Telefonanrufen, 3,6 Millionen von E-Mails und rund 141 Million Abrufen der Scientology-Seite die Kommunikationsfähigkeiten der Sekte. Hinzu kamen allerdings auch Bombendrohungen und Drohanrufe bei den Führern der Organisation.
Guzner bekannte sich in dem Verfahren des Angriffs für schuldig. Der Urteilsspruch fiel noch vergleichsweise milde aus. Das Gesetz sieht eine Höchststrafe von zehn Jahren vor. Der zuständige Richter verpflichtete Guzner außerdem zu einer Zahlung von 37.500 Dollar Schadensersatz, was weitaus weniger ist, als die von Scientology geforderten 119.500 Dollar.
Die Anwendung illegaler Aktionen im Kampf gegen Scientology ist im Anonymous-Netzwerk, das als sehr lose Organisation aus dem 4chan-Forum heraus entstand, und seinem Umfeld durchaus umstritten. So betonte auch der Scientology-Experte Mark Bunker, der Anonymous über YouTube-Videos mit Hintergrundwissen versorgt und respektvoll als "Wise Beard Man" bezeichnet wird, dass er kein Teil des Netzwerkes sein will, solange dessen Anhänger bei ihren Aktivitäten gegen das Gesetz verstoßen.
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Christian Kahle
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