Beleidigende Ergebnisse: Google entschuldigt sich

Internet & Webdienste Google entschuldigt sich derzeit auf ungewöhnliche Art und Weise für beleidigende Suchergebnisse. In einer AdWords-Anzeige, die auf ausgewählten Trefferseiten platziert wird, erklärt das Unternehmen, wie die Suchergebnisse entstehen. Hintergrund: Immer wieder wird Google Opfer so genannter "Google Bombs". Das wohl populärste Beispiel ist der Suchbegriff "miserable failure" (erbärmlicher Versager). Hier führte der erste Treffer zur Website des Weißen Hauses, genauer gesagt zur Biografie des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush.

Google Explanation Zahlreiche Webseiten und Blogs verlinkten diesen Begriff mit der Biografie, so dass Google daraufhin seinen Index entsprechend anpasste. In der AdWords-Anzeige, die seit wenigen Tagen neben den Suchergebnissen eingeblendet wird, entschuldigt sich Google für diese Darstellung. "Wir sind ebenso wie Sie angesichts dieser Ergebnisse verstört", heißt es im Werbetext. Auf der verlinkten Seite erklären die Verantwortlichen, dass Suchmaschinen lediglich die Inhalte und Informationen widerspiegeln, die im Internet zu finden sind.

Die neueste Google-Bombe betrifft die First Lady Michelle Obama. Wer ihren Namen in die Google Bildersuche eingibt, erhält als ersten Treffer ein rassistisches Pseudo-Portrait der Dame. Solange die Webseiten, die dieses Bild verbreiten, keine AGB-verletzenden Aktionen vornehmen, kann Google auch nichts unternehmen. Ansonsten würde die Internet-Gemeinde sehr schnell "Zensur!" schreien.
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