 Mit dem Dashboard-Update hat Microsoft vor wenigen Wochen dafür gesorgt, dass Speichermodule von Drittherstellern nicht mehr genutzt werden können. Das Unternehmen Datel bot bisher entsprechende Hardware an und hat nun Klage eingereicht.
Datel Design & Development bietet seit Jahren Speicherkarten für die Xbox 360 an, die in Deutschland von Hama vertrieben werden. Seit dem Dashboard-Update können diese Geräte aber nicht mehr genutzt werden - Microsoft hat sie ausgeschlossen. Für Datel ist dies ein Missbrauch der Marktstellung, so dass nun eine Klage eingereicht wurde.
Die Kunden sind nun gezwungen, die Memory-Module von Microsoft zu kaufen, die allerdings deutlich teurer sind als die von Drittherstellern. Datel hat in der offiziellen Klageschrift angegeben, rund 50.000 Exemplare der Speicherkarte für die Xbox 360 verkauft zu haben, die nun alle nutzlos sind.
Wahrscheinlich will Microsoft über das Update dafür sorgen, dass man die Kontrolle über das Zubehör-Ökosystem behält. Derzeit bieten eine Reihe von Herstellern Speichermodule für die Xbox 360 an, die meist deutlich günstiger zu haben sind, als die von Microsoft selbst vertriebenen Produkte.
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