PDC: Microsoft erläutert Office 2010 Interface Design
Im Zuge der Bereitstellung der Office 2010 Beta 2 für ein breites Publikum anlässlich der Professional Developers Conference 2009 hat das Office Design Team, das für die Gestaltung der Benutzeroberfläche zuständig ist, in einem Weblog-Eintrag einen Einblick in seine Arbeit für die kommende Version des Büropakets gewährt.
Wie Jeffrey Dunn, der als User Experience Designer in der Office Design Group (ODG) arbeitet, im Office 2010 Blog von Microsoft erklärte, geht es bei seiner Arbeit vor allem darum, eine komfortable und ansprechende Benutzeroberfläche zu schaffen. Dabei kooperiert man eng mit Designern, die in den Produkt-Teams für Word, Excel & Co direkt eingebunden sind.

Bei der Arbeit an der Benutzeroberfläche von Office 2010 beginnt man nach der Planungsphase schon früh mit einfachen Skizzen auf Papier. Dabei werden neue Möglichkeiten für den Zugang zu Funktionen und die Benutzerführung erkundet und später auch so genannte Wireframes erstellt, die grundlegend zeigen, wie die Benutzeroberfläche im Allgemeinen aussehen soll.
Bei alldem legt man sich möglichst noch nicht auf eine konkrete Richtung im Design fest, so dass noch Spielraum bleibt, in dem die Produkt-Teams selbst die Benutzerführung bestimmen können. Die von Dunn gezeigten Skizzen zeigen, wie groß der Unterschied zwischen den ersten Entwürfen für das Ribbon-Interface in SharePoint 2010 und dem bald endgültigen Design sein kann.

Die Skizzen dienen seinen Angaben zufolge vor allem dazu, Ideen zu finden und eine "Vision" zu entwickeln, was man letztlich erreichen will. Erst später werden dann "Mock-Ups" erstellt, die oft schon klickbar sind und reichhaltige Interaktionsmöglichkeiten bieten. In den meisten Fällen sind jedoch noch keine Icons und andere konkrete Design-Elemente enthalten.
Mit Hilfe dieser Prototypen nähern sich die Designer dann immer weiter dem gewünschten Aussehen der Benutzeroberfläche an. Unter anderem werden in dieser Phase auch erste Tests mit Prüfgruppen von Endanwendern durchgeführt, die Rückmeldungen geben sollen, ob die Produkte wie erwartet funktionieren.
Stehen die Details für die Benutzerführung und die Richtung der visuellen Gestaltung fest, werden konkrete Spezifikationen erstellt, die Vorgaben für das Aussehen der Oberfläche enthalten. Diese enthalten Angaben zu den Abständen zwischen Schaltflächen und anderen Elementen des Interface. Erst später werden die Design-Spezifikationen dann in Zusammenarbeit mit den Entwickler-Teams für Word, Excel und die anderen Office-Produkte angewendet und umgesetzt.
Ingesamt wirkt sich die Arbeit Office Design Group laut Dunn auf das Aussehen, das Nutzungsgefühl und das Verhalten der Office-Anwendungen aus. Sie schlägt sich bei den Icons, Themes, der visuellen Gestaltung und zahllosen kleinen Details in den Office-Produkten nieder. Letztlich gehe es darum, den Nutzern die Arbeit angenehmer und leichter zu machen.
WinFuture Special: PDC 2009
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