 Der Software-Konzern Microsoft stellt Teile seines .Net-Frameworks unter eine Open Source-Lizenz. Dabei geht es genauer um das .Net Micro Framework für den Einsatz in Embedded-Umgebungen.
Mit der Veröffentlichung der Software in der Version 4.0 im Rahmen der Entwicklerkonferenz PDC verkündete Microsoft nun auch, dass sie zukünftig unter der Apache 2.0-Lizenz bereitgestellt wird. Damit wird das Produkt zu freier Software. Apache 2.0 ist mit der GNU General Public License (GPL) in Version 3 kompatibel.
Die Neulizenzierung umfasst allerdings nicht den TCP/IP-Stack sowie die Kryptographie-Bibliotheken. Dies liegt den Angaben zufolge daran, dass der TCP/IPStack nicht von Microsoft selbst stammt, sondern die Rechte bei der Firma EBSNet liegen. In Sachen Kryptographie-Bibliotheken merkte man an, dass diese auch durch vergleichbare Open Source-Produkte adäquat ersetzt werden können.
Microsoft reagierte mit dem Schritt auf die zunehmende Nutzung der Software im Open Source-Bereich. Bereits im Juli hatte man das gesamte .Net-Framework mit dem so genannten Community Promise versehen, womit die Nutzung möglich wird, ohne das Microsoft gegen Entwickler wegen möglicher Patentverletzungen vorgeht.
WinFuture Special: PDC 2009
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