Ein illegaler Download: US-Stadt stoppt freies WLAN

Recht, Politik & EU Die Stadt Coshocton im US-Bundesstaat Ohio bot ihren Einwohnern und Gästen fünf Jahre lang freies WLAN in der Innenstadt. Nun musste das Angebot wegen eines einzigen illegalen Film-Downloads abgeschaltet werden.

Der Internet-Provider OneCommunity, der die Hotspots im Auftrag der Stadt betrieb, musste den Zugang deaktivieren, nachdem Sony Pictures als Rechteinhaber des fraglichen Filmes eine Abmahnung geschickt hatte. "Es ist unschön, dass eine Person das Angebot für jene ruiniert hat, die es für legale Dinge nutzen", sagte der örtliche Polizeichef Gary Fisher.


Täglich sei das Angebot von einigen Dutzend bis hin zu hundert Menschen genutzt worden, berichtete die Lokalzeitung 'Coshocton Tribune'. Die örtliche Polizei nutzte das Netzwerk, um ihre Berichte über kleinere Vorfälle gleich vor Ort zu verfassen und auch Geschäftsleute von außerhalb riefen häufig E-Mails ab.

Da der Zugang dynamisch vergeben wurde, kann nicht mehr nachvollzogen werden, wer das WLAN unrechtmäßig nutzte. Trotzdem wolle man entsprechende Ermittlungen durchführen, hieß es. Der Zugang wird zukünftig voraussichtlich wieder möglich sein - allerdings nur nach einer Registrierung.

Außerdem hat die Stadtverwaltung bereits eine Software ausfindig gemacht, die illegale Aktivitäten in dem Netz deutlich erschweren könnte. Allerdings ist diese teuer: 2.000 Dollar müssten für die Hardware aufgebracht werden, weitere 900 Dollar pro Jahr für die Software-Lizenz.
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Hmm ist der Preis für die Nachrüstung für eine Stadt nicht witzig klein und kaum erwähnenswert?
 
@LastSamuraj: Ich weiß nicht ob das wirklich so witzig ist...
 
@LastSamuraj: In Amerika nennt sich jedes Kuhdorf mit 100 Einwohnern bereits Stadt. Hast du noch nie einen Western gesehen? Seit damals hat sich diesbezüglich nichts geändert (wie auch viele andere Dinge nicht).
 
@Der_Heimwerkerkönig: Coshocton hat ca. 11.000 Einwohner :) wenn das ein Kuhdorf ist.. na gut im Vergleich zu New York o.a. Städten natürlich sehr winzig, aber Kuhdörfer gibt es dort imm Gegensatz zu Deutschland fast gar nicht mehr, es sind entweder einzelne Häuser in der Landschaft oder kleine Städte.
 
@cOOl!ng: Bezog mich nicht direkt auf diese Stadt, sondern ganz allgemein. Und Mini-Städte gibts in den USA nach wie vor zuhauf. Fahr mal durch den landwirtschaftlich geprägten mittleren Westen, da gibts diese Kuhdörfer die sich wie selbstverständlich Stadt nennen, noch in rauen Mengen.


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