BBC muss DRM-Pläne für HDTV vorerst aufgeben

TV & Streaming Die britische Sendeanstalt BBC darf vorerst keine DRM-Mechanismen in ihre HD-Programme, die zum Jahresende starten sollen, implementieren. Das entschied die Regulierungsbehörde Ofcom.

Die Situation ist kompliziert: Einerseits fordern Medienkonzerne und Filmstudios, von denen ein großer Teil der Inhalte stammen, eine Verschlüsselung der HD-Übertragungen - andererseits untersagen die aktuellen BBC-Lizenzen eine Kodierung der öffentlich-rechtlichen Programme.


Als Kompromiss sollten zumindest die Meta-Daten verschlüsselt werden, die den Set-Top-Boxen beim Empfang die benötigten Informationen über die jeweiligen Inhalte vermitteln. Die Ofcom hatte in einer ersten Stellungnahme angemerkt, dass dazu ebenfalls eine Änderung an den aktuellen Lizenzen nötig sei und wollte eine weitergehende Prüfung einleiten.

Das Thema wurde in Großbritannien daraufhin breit diskutiert. Das Vorhaben stieß dabei in der Öffentlichkeit auf Ablehnung. Man wollte sich nicht dem Risiko aussetzen, dass die Inhalte-Anbieter letztlich zusätzliche Steuerungs-Informationen in den Metadaten unterbringen, die wegen der Verschlüsselung nicht kontrolliert werden können.

Immerhin liefe man Gefahr, dass festgelegt wird, wie lange eine bestimmte Sendung gespeichert oder wie oft sie abgespielt werden darf - und dies bei einem Sender, der durch die Gebührenzahler finanziert wird. Wegen des zunehmenden Drucks in der Öffentlichkeit legte die Ofcom nun fest, dass es keine Änderung an den Lizenzen geben wird.
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Wieso gibt es eigentlich einen qualitativ so breiten Graben zwischen den britischen öffentlich rechtlichen Sendern und den deutschen? Und wieso wird in GB auf die Rechte der Bürger geachtet, und weniger auf die Interessen der Wirtschaft? Da können sich unsere Anstalten mal ein gutes Beispiel abgucken.
 
@bgmnt: Wenn die BBC die bereits produzierten HD-Filme nicht senden darf, weil die Urheber die Ausstrahlungserlaubnis an eine Verschlüsselung knüpfen, die BBC aber nicht verschlüsseln darf, dann wird sich das Niveau schnell an den deutschen Standard angleichen. Weicht man in Deutschland von den 1. und 2. Programmen ab und schaut etwas tiefer in die 3. und 4. Programme, findet man (immer) häufig(er) auch qualitativ gute Beiträge, es nimmt nur kaum jemand davon Notiz. Im oben aufgeführten Beispiel hätte man den Urhebern verbieten müssen, auf eine Verschlüsselung zu bestehen, nur das wäre im Interesse der Bürger gewesen. So hat der Bürger jetzt weiter unverschlüsseltes Fernsehen, verpasst aber viele gute Beiträge, die ohne Verschlüsselung nicht ausgestrahlt werden dürfen. Die haben sich quasi Tempo30 auf Autobahnen gegen Abschaffung der Mineralölsteuer erkauft...
 
@bgmnt: Vertreten unsere nicht die Interessen der Bürger? Gerade die kritischen Sendungen über die wirtschaft zeigen das doch? Oder auch Sendungen die sogar gegen die aktuelle Überwachung wettern? Das unsere Anstalten nicht an die Qualität der BBC rankommen ist doch eigentlich ganz einfach. Die BBC kann Sachen produzieren, die allein wegen der Sprache schon wertvoller sind und in aller Welt gefragt sind... Weswegen sie auch sehr viel Geld mit Rechteverkäufen machen. Außerdem steht der BBC auch eine sehr große Geldbetrag komplett zur Verfügung und nicht wie bei uns dank des föderalismusses eine große Summe in verschiedenen Töpfen... Auch gibt es in England so eine breite regionalität wie hier auch nicht. Es ist eben immer die Frage was ist Qualität? Sind US und Englische Produktionen Qualität? Oder doch eher eine große auswahl aus allem? Man darf aber auch nicht vergessen, auch auf der BBC läuft sehr viel Schrott, bzw. das was auch bei unseren ÖRR von einigen Personen als Müll bezeichnet wird. Auch ist die Konkurenz in England nicht so hoch wie hier, so dass der Rechteeinkauf auch um einiges einfacher ist. Und man darf auch eins nicht vergessen, vieles sind auch CO-Produktionen, meistens mit dem ZDF. Auf zdf_neo laufen übrigens seit dem 1.11 einiges an BBC Produktionen.
 
@Tyndal: Eine Verschlüsselung ist eigentlich unnötig (außer im Sport). In Deutschland gibt es eh schon eine Verschlüsselung, die nennt sich Deutsch. Weswegen unsere Sender z.B. beim Rechteinkauf auch nichts sparen würden... In England ist eine Verschlüsselung eigentlich noch unnötiger, der Spotbeam macht dasselbe, nur ohne Gängelung und Adressierungsmöglichkeiten.
 
@bgmnt: Dafür kann man in GB in Beugehaft kommen weil man sein Passwort vergessen hat, ich würde da eher hier auf TV Verzichten, kommt eh 98% Müll und die restlichen 2% kaufe ich mir lieber auf DVD, da hab ich es dann ohne Werbung. Bei mir handelt es sich dabei eh meist um Serien. Filme kaufe ich wenn sie mir im Kino gefallen haben eh auf DVD bevor sie im TV kommen. Ich meine schaut euch doch an was die hierzulange mit HD+ machen. Letztendlich wollen die Geld dafür, dass man den mit Werbung zerstückelten kram der dann noch mit netten Einblendungen wie "Der tolle Klingelton XYZ jetzt nur 1,99 SMS an 98234786234" weiter zerstört wird in HD sieht. Vieles davon dürfte eh nur hochskaliert sein weil es die Quellen gar nicht in HD gibt. Dazu dann noch Vorschriften wie "Nicht Aufzeichnen" oder "Werbung darf nicht übersprungen werden" Tolle neue TV Welt kann ich da nur sagen. Ich bin echt kurz davor meinen Fernseher abzumelden und nur noch DVDs zu schauen. Nachrichten gibt es im Netzt mittlerweile eh aktueller. Das einzige was mich daran hindert ist das die GEZ ja mittlerweile auch für Internetanschlüsse Geld will, da kann ich mir das Abmelden ja auch klemmen, denn im Gegensatz zum TV möchte ich auf das Internet nicht verzichten.Ein weiterer Grund ist auch das es zumindest einige wenige Programme gibt auf denen man dann doch mal abseits von Filmen was gutes findet. Phönix, Arte, und ZDF Dokukanal lohnen sich schon öfters mal aufzuzeichnen was dank DVB-C auch un guter Qualität gelingt. Schade nur das die offenbar weit weniger Geld bekommen als andere Sender für blöde Sportlizenzen rauswerfen.


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