Vodafone-Kunden: Weniger reisen, mehr im Netz
Der Mobilfunkbetreiber Vodafone Deutschland verzeichnete im zweiten Quartal zwar einen Umsatzrückgang, konnte aber eine deutlich gestiegene Nutzung von Datenverbindungen vermelden.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Service-Umsatz über alle Sparten erwartungsgemäß um 4,9 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Die mobilen Datendienste legten aber ein zweistelliges Wachstum hin und der Bereich DSL verbuchte ein Umsatzplus von 2 Prozent während der Marktanteil bei der DSL-Neukundengewinnung im Direktvertrieb auf 32 Prozent erhöht wurde.
"Wir nehmen wieder deutlich Fahrt auf. Vor allem die Bereiche mobile Datendienste und DSL sind weiterhin die Garanten für dynamisches und zukunftsfähiges Wachstum", sagte Fritz Joussen, Chef Vodafone Deutschland. Der Service-Umsatz über alle Sparten betrug im Berichtszeitraum 2,187 Milliarden Euro.
Der Rückgang sei vor allem auf die gesamtwirtschaftliche Lage zurückzuführen, hieß es. So seien beispielsweise die Auslandsreisen von Kunden zurückgegangen, was weniger Roaming-Umsätze generierte.
Die mobilen Datendienste seien hingegen zur nachhaltigen Wachstumssäule geworden. Die Sparte steigerte den Umsatz im Berichtszeitraum um 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 278 Millionen Euro. Joussen: "Wir haben frühzeitig investiert und auf das mobile Internet gesetzt, das sich heute als wachstumsstarke Erfolgsstory erweist. Mit unseren innovativen Dienstleistungen wie der neuen Vodafone 360 Plattform wollen wir auch in Zukunft deutliche Meilensteine in diesem Marktsegment setzen."
Das DSL-Geschäft verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal ebenfalls eine gute Entwicklung. Die Zahl der direkten DSL-Kunden wurde um 129.000 erhöht. Das entspricht einem Marktanteil bei der Neukundengewinnung von 32 Prozent. Einschließlich des Bereichs Wholesale wuchs die Zahl der Kunden sogar um 202.000. Insgesamt nutzen mittlerweile über 3,3 Millionen direkte Kunden das Vodafone DSL-Angebot. Damit liegt der Anteil am Gesamtmarkt bei 13,3 Prozent.
Der Service-Umsatz der gesamten Festnetz-Sparte konnte nicht nur gegenüber dem Vorquartal gesteigert werden, sondern lag mit 528 Millionen Euro auch um 2 Prozent über dem Wert des Vorjahres (517 Millionen Euro).
Die Gesamtzahl der Mobilfunkkunden sank im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr auf 34,8 Millionen, blieb damit aber gegenüber dem Vorquartal relativ stabil. Wie schon in den Quartalen zuvor, ergibt sich das Minus durch inaktive Kunden, deren Prepaid-Karten ausgebucht wurden, während das Vertragskundensegment weiterhin wächst. Insgesamt nutzten im Berichtszeitraum 38,3 Millionen Kunden die Dienste von Vodafone in Deutschland.
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