Die Netzeitung wird nach fast 10 Jahren eingestellt

Wirtschaft & Firmen Die Netzeitung, die als erste deutsche Tageszeitung ausschließlich online arbeiten wollte, gibt es bald nicht mehr. Kurz vor dem zehnjährigen Jubiläum wird die Publikation eingestellt.

"Aus wirtschaftlichen Gründen wird das bisherige Konzept einer Internetzeitung mit eigener Redaktion zum 31. Dezember 2009 aufgegeben", teilte der Mutterkonzern M. DuMont Schauberg mit. Aus diesem Grund werde sämtlichen Mitarbeitern in Kürze betriebsbedingt gekündigt.


Die bestehenden vertraglichen Verpflichtungen werde man noch bis zum ersten Quartal 2010 erfüllen, hieß es. Im kommenden Jahr soll allerdings keine eigenständige Redaktion mehr für die Seite zuständig sein. Statt dessen wird es nur noch ein automatisiertes Nachrichtenportal geben.

Über die genauen Hintergrunde gibt es noch keine Informationen. Der Verlag erklärte lediglich: "In der derzeitigen Form ist die Internetzeitung wirtschaftlich aber nicht zu betreiben." M. DuMont Schauberg hatte die Netzeitung erst zum Jahresbeginn übernommen.

Das Projekt Netzeitung verlief in den letzten Jahren durchaus erfolgreich. Im Jahr 2003 erhielt man für die Kolumne "Altpapier" den Grimme Online Award. 2005 war die Publikation sogar das meistzitierte Online-Medium. WinFuture.de wünscht allen Kollegen der Netzeitung - insbesondere in der derzeitigen Lage der Branche - alles Gute. Danke für euer Engagement in den letzten zehn Jahren.
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Und wieder geht eine deutsche Innovation...
 
Erst kaufen und dann aus irgendwelchen Gründen schließen, so schaltet man Konkurenz aus. Mit rund 20,6 Millionen Seitenaufrufen pro Monat kann man sicher nicht wirtschaftlich arbeiten.
 
@Lord Kacke: so viele Seitenabrufe waren es leider nicht :( 7.165.916 im Oktober laut IVW. Auch ich wünsche den Kollegen alles Gute! Sehr schade...
 
@mesios: geb dir recht, warscheinlich um mehr echte zeitungen zu verkaufen, obwohl die mehrheit online ist.
 
@Sir @ndy: Ihr müsst den Text mal genau lesen. Die Online Zeitung wird weiter existieren. Nur bisher gab es eine richtige Redaktion (wie bei jeder Zeitung), die das alles möglich gemacht haben. Die werden gekündigt und dann wird das ganze "automatisch" weiter betrieben, wahrscheinlich von anderen Redaktionen die Beiträge übernommen etc.


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