Intels Schmiergeldaffäre: Nvidia ist nicht überrascht

Recht, Politik & EU Nachdem wir gestern darüber berichteten, dass der US-Bundesstaat New York eine Wettbewerbsklage gegen den Chiphersteller Intel eingereicht hat, äußerte sich der Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang zu dem Vorfall. Dass der Nvidia-Boss nicht gut auf Intel zu sprechen ist, stellt kein Geheimnis dar. In der Vergangenheit überraschte er immer wieder mit offensiven Aussagen. "Wo Rauch ist, da ist auch Feuer", sagte Huang in einem Gespräch mit US-Medien nach der Vorstellung der aktuellen Quartalszahlen. "Ich bin erstaunt, dass es so lange gedauert hat."

"Selbst Schmiergeld kann unsere Kunden nicht davon abhalten, Nvidia-Grafikchips zu kaufen. Wir haben im Vergleich zu Intel deutlich überlegene Produkte - wir überleben durch Innovationen", fügte der Nvidia-Boss hinzu. Noch immer dauert der Rechtsstreit zwischen Nvidia und Intel um die Lizenzen zur Herstellung von Chipsätzen für die Core-i-Prozessoren an.

Intel wird vorgeworfen, den Konkurrenten AMD gezielt mit umfangreichen Zahlungen verdrängt zu haben. Allein der Computer-Hersteller Dell soll in den Jahren 2002 bis 2007 rund 6 Milliarden Dollar dafür erhalten haben, dass er in seinen Rechnern ausschließlich Intel-Prozessoren einsetzt. Teilweise hätten die Zuwendungen sogar den jeweils aktuellen Gewinn, den der Computer-Konzern im operativen Geschäft erreichte, überstiegen.
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