Zentrale Datenbank für Nutzerdaten im Gespräch

Datenschutz In der nächsten Zeit könnte die Einrichtung einer zentralen Datenbank für Bestands-Kundendaten von Telekommunikations-Unternehmen wieder auf die Tagesordnung kommen.

Die Bundesnetzagentur hat Vertreter der Branche eingeladen, den Vorschlag zu diskutieren. Eine entsprechende Einladung vom 28. September wurde heute auf der Plattform 'WikiLeaks' veröffentlicht. Das Treffen soll morgen in den Räumlichkeiten der Bundesnetzagentur in Mainz stattfinden.


Die Datenbank soll die Abfrage von Daten durch die Sicherheitsbehörden erleichtern. Angesichts dessen, dass in ihr Informationen über sämtliche Festnetz-, Handy- und Internet-Kunden gespeichert würden, stellt sie allerdings auch ein massives Problem in Sachen Datenschutz dar.

Wie aus dem Schreiben hervorgeht, stammt der Vorschlag zur Einrichtung eines solchen Pools aus den Reihen der Telekommunikationsbranche selbst. Diese müssen nach §112 Telekommunikationsgesetz jederzeit eine automatisierte Abfrage von Bestandsdaten - also beispielsweise Namen und Anschrift von Anschlussinhabern - ermöglichen.

Eine zentrale Datenbank wäre für sie vermutlich die einfachere Lösung. Allerdings steigt das Missbrauchs-Risiko. Immerhin kann eine große Bandbreite staatlicher Stellen auf die Informationen zugreifen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Im Gegensatz zur Vorratsdatenspeicherung beschränkt sich dies nicht nur auf schwere Straftaten, sondern umfasst auch kleinere Delikte, wie den mutmaßlichen Missbrauch von Notrufnummern.
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Gibts sowas ähnliches nicht schon für die Rufnummervergabe bei Mobilfunkverträgen?
 
Wie ich es schon häufig gesagt habe, - wenn man überwachen will, muss man nur alle Daten an einem Punkt zusammenlaufen lassen. :(
 
Jawoll! So müssen Kriminelle nur noch die zentrale Datenback hacken und sparen sich das zusammentragen aus verschiedenen Datenbanken. Das nenne ich mal Optimierung. Vom Überwachungs-Standpunkt mal ganz zu schweigen.
 
[re:1] zaska0 am 04.11.09 19:49 Uhr
(+10
@Hellbend: Du übersiehst hier was, die krimminellen diskutieren doch grade. Die brauchen da nixmehr hacken.
 
@Hellbend: Dafür braucht es keine kriminellen Hacker. Früher oder später wird diese Datenbank wie von Geisterhand und völlig von alleine im Netz auftauchen. Unsere Politiker sind dann wieder total betroffen, wie sowas nur passieren konnte.


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