"Spam King" muss 712 Mio. Dollar Strafe zahlen

Spam & Phishing In einem Verfahren vor einem Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien kann das soziale Netzwerk Facebook einen Sieg gegen den Spam für sich verbuchen. Der "Spam King" Sanford Wallace muss Schadenersatz in Höhe von 712 Millionen US-Dollar zahlen.

Facebook hatte gegen Wallace geklagt, da er die Benutzerkonten zahlreicher User genutzt hat, um massenhaft Spam-Mails zu verschicken. Via Phishing gelangte er an die Passwörter. Neben der Geldstrafe muss sich der Spammer auf eine Gefängnisstrafe einrichten, da er das Gericht mehrfach missachtete. So ignorierte er u.a. gerichtliche Verfügungen.

Wallace "verdiente" sich im Laufe der Jahre die Spitznamen "Spam King" und "Spamford". In den 90er-Jahren verschickte er täglich mehr als 30 Millionen Spam-Mails. Bereits im letzten Jahr wurde er in einem Verfahren mit dem sozialen Netzwerk MySpace zu Schadenersatz in Höhe von 230 Millionen US-Dollar verurteilt. In beiden Fällen wurde das US-amerikanische Anti-Spam-Gesetz als Grundlage verwendet, besser bekannt unter der Bezeichnung "CAN-SPAM Act".


Bereits 2006 wurde er von der US-Bundeshandelskommission (FTC) zu einer Geldstrafe von vier Millionen US-Dollar verurteilt. Damals wurde ihm nachgewiesen, dass er zahlreiche Computer mit Spyware infiziert hat, um anschließend unerwünschte Werbung einzublenden.

Die Betreiber von Facebook erklärten in ihrem Blog, dass sie nicht davon ausgehen, einen Großteil des Geldes zu erhalten. Dennoch sind sie mit dem Urteil zufrieden, da es ein deutliches Signal gegen Spam darstellt. Im November 2008 hatte Facebook ein Gerichtsverfahren gegen den Spammer Adam Guerbuez gewonnen und bekam Schadenersatz über 873 Millionen US-Dollar zugesprochen.
Diese Nachricht empfehlen:
 
712Mio? Warum nicht 24x Lebenslänglich oder 3x Todesstrafe?
 
@Layor: nett gesagt... ich verstehe die verhältnismäßigkeiten der us-justiz auch nicht immer... sind halt die amis...
 
@Layor: Warum? Weil Geld ein Allheilmittel ist. Ob beim Umweltschutz oder wenn die Verkehrstotenzahlen gesenkt werden sollen, überall hilft nur eins: mehr zahlen. Und hier hilft zahlen eben gegen Spam. Genau wie die Millionenstrafe für Jammie Thomas-Rasset dafür gesorgt hat, daß niemand mehr mp3 tauscht.
 
@Michael41a: wie jetzt - niemand tauscht mehr mp3's? hmmmm...
 
@reverent: Wenn nicht "Ironie" dabei steht, kapierst Du das nicht, stimmt's? Wo sind die Zeiten hin, wo die Leute darauf von selbst gekommen sind, ohne daß man es ihnen lang und breit erklären mußte?


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

TechNet Online

Security-Tipps