Arbeitsamt-Webseite hat ein Datenschutz-Problem

Datenschutz Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Bundesagentur für Arbeit wegen des mangelnden Datenschutzes auf ihrem Job-Portal kritisiert. Das Angebot "lädt zum Missbrauch geradezu ein", sagte er gegenüber der 'Süddeutschen Zeitung'.

Jeder kann sich dort im Grunde als Unternehmer anmelden. Nur ein Firmenname, eine Branche, sowie ein Ansprechpartner mit Kontaktmöglichkeit müssen angegeben werden. Ein Gewerbeschein oder eine andere Legitimierung braucht man dabei nicht vorlegen, hieß es.


Dies soll es möglichst einfach machen, Stellenangebote auf die Plattform zu stellen und Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Allerdings ist das Missbrauchspotenzial hoch. Da die Angaben nicht geprüft werden, kann so faktisch jeder an sensible Daten von Arbeitssuchenden kommen.

Bereits auf der Plattform können so bestimmte Daten von Arbeitslosen gesammelt werden. Will man mehr Informationen, lässt man sich Bewerbungsunterlagen zuschicken, in denen in der Regel recht sensible Daten befinden. Erleichtert werde die Jagd nach Daten dabei zusätzlich durch die Möglichkeit, die Angaben im angeblichen Firmen-Account komplett zu ändern.

"Dies lässt sich mit dem Sozialdatenschutz in keinster Weise vereinbaren", sagte Schaar der Zeitung. Ein besonders gravierendes Problem sei es, dass hier Menschen zu Opfern von Datensammlern werden können, die sich bereits in einer Notlage befinden. Schaar forderte die Arbeitsagentur auf, "dieses Einfallstor für Datenmissbrauch unverzüglich zu schließen".
Diese Nachricht empfehlen:
 
Das ist ja schon eine News die Stündlich kommt! Datenklau wohin man sieht! Wundern tut‘s mich langsam nicht mehr.
 
@Jack21: Winfuture macht doch auch mit! Beispiel: Bei jedem virtuellen Umzug Werbung von Mädels aus "meiner" Stadt! Sind aber immer die gleichen Lockvögel ^^
 
@Feinstaub: Interessant ist auch das man bei Winfuture trotz 3x Admin Anschreiben sein Account nicht löschen lassen kann/darf :-) Newsletter Spämt auch nach Abbestellen munter weiter. Man ist Quasi gefangen.
 
Endlich mal einer der es ausspricht bzw. anspricht! TOP
 
@Aeleks: Das Problem ist noch viel schlimmer. In diesem Land kann sich jeder Hanswurst einen Gewerbeschein holen und Unternehmer spielen. Anforderungen = 0, nichtmal einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung muß man nachweisen, jedenfalls nicht wenn man sich als schlichter Händler o.Ä. anmeldet. Das ist für mich der eigentliche Skandal, auf dem seit Jahrzehnten viel schwerere Probleme basieren als nur Datenklau.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

TechNet Online

Security-Tipps