Ubuntu 9.10: Karmic Koala ab sofort erhältlich
Die Entwicklergemeinde der Linux-Distribution Ubuntu hat am heutigen Donnerstag die Version 9.10 von Ubuntu im Internet zum kostenlosen Download veröffentlicht. "Karmic Koala" bringt eine Vielzahl von Änderungen und neuen Features mit.
Unter anderem haben die Entwickler den Startvorgang von Ubuntu überarbeitet. Dieser soll mit der Version 9.10 deutlicher schneller und grafisch ansprechender sein. Die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen sollen der Bootloader GRUB 2 und das von Ubuntu entwickelte Programm Upstart schaffen.
Sollte keine Neuinstallation von Ubuntu durchgeführt werden, sondern ein Update eines bestehenden Systems, so wird der neue Bootloader nicht automatisch installiert. Laut den Entwicklern handle es sich dabei um einen riskanten Schritt, der weiterführende Kenntnisse der Anwender erfordert.
Für die Verwaltung der Programmpakete kommt bei Karmic Koala die Applikation namens SoftwareCenter zum Einsatz. In der kommenden Zeit soll diese Anwendung immer mehr Aufgaben übernehmen. Denkbar sei es beispielsweise, eine Funktion zum Updaten des Systems darin einzubauen, teilte man mit. Überdies sollen sich ab der Version 3 auch kostenpflichtige Programme damit installieren lassen.
Und auch das Cloud Computing steht den Nutzern von Ubuntu in der Version 9.10 zur Verfügung. Zum Speicher von persönlichen Daten muss die bereits vorinstallierte Software Ubuntu One verwendet werden. Der Ubuntu-Distributor Canonical stellt den Usern zunächst zwei GByte Speicherplatz zur Verfügung. Sollte dieser Speicher nicht ausreichen, so können die Nutzer auf eine kostenpflichtige Version umsteigen. 50 GByte Speicherplatz in der Wolke kosten rund zehn US-Dollar pro Monat.
Im Hinblick auf die Benutzeroberfläche wird wie für die Standard-Ausführung von Ubuntu üblich Gnome in der Version 2.28 verwendet. Das System setzt auf den Kernel 2.6.31 auf.
Als Dateisystem setzt man bei Ubuntu von nun an standardmäßig auf ext4. Sollte ein Update von Ubuntu durchgeführt werden, so wird das bereits vorhandene Filesystem aus Sicherheitsgründen nicht verändert. Zudem haben die Entwickler an der Unterstützung von UMTS-Modems weiter gefeilt und die Kompatibilität des Audio-Subsystems verbessert.
Die 32- und 64-Bit-Systeme stehen auf den offiziellen Ubuntu Servern und zahlreichen Mirrors zum Download bereit.
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