Cyberterrorismus-Szenarien sind nur Panikmache

Hacker Das Center for Strategic and International Studies, ein Think Tank aus den USA, hat die viel beschworene Gefahr von massiven terroristischen Angriffen über das Internet als deutlich übertrieben deklariert.

Selbst die letzten massiven DoS-Angriffe im Juli, die für großes Aufsehen sorgten, seien kaum als wirklich schwerwiegender Störfall zu betrachten, heißt es in eine aktuellen Untersuchung, für die James Lewis vom oben genannten Think Tank verantwortlich zeichnet.


"Die Angreifer nutzten einige Basis-Technologien und richteten keinen wirklichen Schaden an", so Lewis. Bis heute habe es keine ernsthaften Angriffe über das Internet gegeben. Die politischen Umstände seien derzeit auch gar kaum dazu geeignet, dass gegnerische Militärs solche Attacken durchführen.

Nichtstaatliche Akteure verfügen nach Ansicht Lewis' überhaupt nicht über die nötigen Ressourcen und Fertigkeiten, um Angriffe durchzuführen, die signifikante Schäden anrichten. Eine alternative Erklärung für das Ausbleiben solcher Attacken sei es natürlich, anzunehmen, dass Terroristengruppen diese Möglichkeiten zwar hätten, sich aber entschieden haben, sie nicht einzusetzen. "Diese Alternative ist aber unsinnig", so Lewis.

Allerdings könne natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Ausgangslage demnächst ändert. Angesichts des technologischen Vorsprungs der Sicherheitsbehörden gegenüber dem Schwarzmarkt, auf dem sich potenzielle Angreifer eindecken können, sei allerdings erst "in einem Jahrzehnt oder vielleicht etwas weniger" damit zu rechnen, dass es zu ernsthaften Schäden kommen kann.

Laut Lewis ist es also durchaus sinnvoll, die Möglichkeiten des Staates zur Abwehr solcher Angriffe nach und nach zu verbessern. Die immer wieder auftauchenden Szenarien einer aktuellen Bedrohung für kritische Infrastrukturen seien aber übertrieben.
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Zuviel Die Hard 4.0 ...
 
@KainPlan: Vielleicht. Die entscheidende Frage ist , wie man den Begriff "Angriff" definiert. Massiver Datenklau und Kreditkartenmißbrauch ist für mich auch ein Angriff. Wenn ich dem "Feind" die Konten direkt leer räumen kann brauche ich keine militärischen Aktionen mehr. _ _ _2. Darauf das der technologische Vorsprungs der Sicherheitsbehörden gegenüber dem Schwarzmarkt sooo groß ist würde ich keinen Cent verwetten. Diese Aussage ist Wunschdenken. Kein Mensch kann das 100%ig sicher einschätzen, der Schwarzmarkt ist groß.
 
Der größte Cyberterrorismus geht doch von unserem eigenen Staat aus!
 
@Layor: Eher von zuvielen DAUs!
 
@The Grinch: Wo er Recht hat. Botnetze sind nur durch mangelnde Nutzerkenntnisse möglich.


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