Microsoft: Chrome OS & Co zu stark spezialisiert

Windows Bei Microsoft ist man zuversichtlich, im Markt-Segment der Betriebssysteme für Netbooks die mit Windows XP eroberten Marktanteile halten zu können. Konkurrenzprodukte wie Intels Moblin Linux oder das kommende Google Chrome OS sind vorerst für den Softwarekonzern eher ein Ansporn als eine Bedrohung.

Im Interview mit WinFuture.de erklärte Jon DeVaan, Chef der Windows Core Operating System Group, die für die Entwicklung der Windows-Basis und -Architektur zuständig ist, dass die Konkurrenten Gefahr laufen, ihre Betriebssysteme zu stark auf spezifische Arten der Nutzung auszurichten. Windows hingegen sei so konzipiert, dass es möglichst viele Anwendungsmöglichkeiten gibt.


Letztlich werde es darauf ankommen, wer den Kunden die von ihnen benötigte Funktionalität bieten könne, sagte DeVaan. Es werde in vielen Bereichen Mitbewerber geben, weshalb man alles versuchen wolle, um besser zu verstehen, was sich die Kunden wünschen. Chrome OS und andere Konkurrenten sind seinen Angaben aber durchaus Teil der Überlegungen, wenn es um die Planung künftiger Windows-Versionen geht.

Microsoft sei sogar froh, wenn es Konkurrenzprodukte wie Googles geplantes Betriebssystem oder Moblin gebe. Diese würden schließlich dafür sorgen, dass man weiterhin konzentriert arbeitet und einen gewissen Druck verspürt, ein möglichst gutes Produkt abzuliefern.

Das Problem bei Ansätzen, wie sie bei Moblin und Google Chrome OS praktiziert werden, sei, dass deren Entwickler nicht die Vielfalt der Bedürfnisse der Anwender berücksichtigen. Genau dies habe man im Zuge des Markterfolgs von Netbooks bei Microsoft gelernt. Es gebe schließlich eine Milliarde Windows-Anwender, die ihren Computer allesamt so einsetzen, wie sie damit ihre Bedürfnisse erfüllen können.

Durch eine zu starke Spezialisierung mache man es den Anwendern schwer, ihre individuellen Aufgaben tatsächlich wie gewünscht umzusetzen. Bei Chrome OS und Moblin bestehe daher das Risiko, dass eine zu starke Fokussierung auf eine Reihe spezieller Funktionen stattfindet. Jon DeVaan ist derzeit anlässlich der morgigen Markteinführung von Windows 7 in Deutschland.

WinFuture Special: Windows 7
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Wo er recht hat, hat er recht...
 
@Taxidriver05: Und wo er Unrecht hat, hat er Unrecht...
 
@Thanatos81: Recht und Unrecht sind eh nur relativ.
 
@Slurp: solang es nicht absolut ist.
 
Ich schätze auch eher, dass er Unrecht hat. Google steht sehr gut da. Und viele werden die Googlesoftware zu schätzen wissen. Und diese auch haben wollen. Gerade die jüngere Generation benutzt ja oft primär genau die Dienste, die Google mit dem OS abzudecken sucht. Web 2.0 eben. Deshalb ist das ChromeOS kein schlechter Ansatz.


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