BITKOM: Wirtschaftskrise ist für IT-Branche vorbei

Wirtschaft & Firmen Die Hightech-Industrie steuert ohne große Einbußen aus der Wirtschaftskrise. Nach der aktuellen Prognose des IT-Branchenverbandes BITKOM wird ihr Umsatz im Jahr 2009 um 2,5 Prozent auf 142 Milliarden Euro zurückgehen. Damit bekräftigt der Verband seine Prognose vom Sommer. Im Jahr 2010 soll der Markt mit 0,1 Prozent wieder leicht wachsen. "Die Talsohle ist durchschritten, die Trendwende ist da", sagte BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer in München. Im laufenden Jahr entwickle sich die ITK-Industrie besser als die Gesamtwirtschaft, die nach Prognosen der Wirtschaftsforscher um 5 Prozent schrumpfen wird.

Der BITKOM forderte die künftigen Regierungsparteien auf, jetzt die Grundlagen für künftiges Wachstum zu legen. "Neben der Haushaltskonsolidierung muss wieder eine langfristige Innovations- und Wachstumsorientierung ins Zentrum der Politik rücken", sagte Scheer. Zu den wichtigsten Aufgaben der nächsten Legislaturperiode zählt er neben der Breitbandinitiative den Aufbau Intelligenter Infrastrukturen in fünf Bereichen: Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und Behörden. Außerdem solle eine Software-Initiative Deutschland gestartet werden.

"Bei den Privatkunden sehen wir bislang kaum eine Kaufzurückhaltung", sagte Scheer. Sensibler reagieren Geschäftskunden auf die Wirtschaftskrise. Gerade Unternehmen aus Branchen, die selbst stark von der Krise betroffen sind, haben IT-Investitionen verschoben. "Das geht nicht lange gut. Die Unternehmen müssen ihre alten IT-Systeme erneuern, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen", sagte Scheer. Derzeit bilde sich ein Investitionsstau, der sich bald auflösen werde.

Für IT-Hardware erwartet der BITKOM im Jahr 2009 ein Umsatzminus von 6,5 Prozent auf 18 Milliarden Euro. Neben der Investitionszurückhaltung im gewerblichen Bereich ist der Preisrückgang der Hauptgrund für das Minus. Die Durchschnittspreise für Personal Computer sind innerhalb von zwei Jahren um 25 Prozent von 700 Euro auf 520 Euro gesunken. Der Absatz von Notebooks an Endverbraucher steige 2009 um fast 30 Prozent. Grund dafür ist der Erfolg der kleinen, preiswerten Netbooks.

Der Umsatz mit Software wird um 3,2 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro sinken. Nur leicht im Minus mit 0,2 Prozent ist der Markt für IT-Dienstleistungen und einem Volumen von 33 Milliarden Euro. Die darin enthaltenen Outsourcing-Services legen in der Krise um 5,1 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro zu. Scheer: "Outsourcing-Dienste stehen exemplarisch für die Leistungsfähigkeit der gesamten IT-Branche. Sie liefert den Unternehmen Lösungen, die sie gleichzeitig leistungsfähiger und kostengünstiger machen." Damit trage die ITK-Branche entscheidend zur Überwindung der Krise bei.

Laut BITKOM wird der Umsatz in der Telekommunikation 2009 um 2,2 Prozent auf 64,3 Milliarden Euro sinken. Im Jahr 2010 beträgt das Minus voraussichtlich 0,9 Prozent. "Die Telekommunikation reagiert grundsätzlich weniger sensibel auf konjunkturelle Schwankungen", sagte Scheer. Grund für das Minus sind in erster Linie technologische Veränderungen und regulatorische Eingriffe in den Markt.
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