Neues Autoglas macht Navis und Handys Probleme

Forschung & Wissenschaft Der US-Bundesstaat Kalifornien hat die Autohersteller verpflichtet, zukünftig neuartige Materialien für die Verglasung zu nutzen. Das schützt die Umwelt, bereitet der Technik aber Probleme. Die neuen Autoverglasungen sind mit mikroskopischen Einlässen aus Metalloxiden durchsetzt. Diese reflektieren einen wesentlichen Teil des auftreffenden Sonnenlichts. Der Innenraum heizt sich dadurch deutlich weniger auf und es wird eine deutlich geringere Leistung bei den Klimaanlagen benötigt.

Letztlich hilft dies, Treibstoff zu sparen, da nicht mehr so große Mengen an Energie für die Klimatisierung benötigt werden. Das soll den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren und die Umwelt schonen. Allerdings wirkt sich dies negativ auf elektronische Geräte aus, die inzwischen fast in jedem Auto genutzt werden.

Die Metallspuren im Glas behindern nämlich auch die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen. Das führt dazu, dass beispielsweise Navigationsgeräte an der Windschutzscheibe GPS-Signale wesentlich schlechter empfangen. Auch der Empfang von Handys oder das Sendesignal von Funk-Türöffnern für die heimische Garage werden schlechter.

Auto-Hersteller müssen bei der Konstruktion ihrer Fahrzeuge entsprechend umdenken und dies berücksichtigen. So wäre es beispielsweise möglich, zukünftig bereits externe GPS-Empfänger und Mobilfunkantennen in die Autos zu integrieren und im Inneren entsprechende Anschlüsse anzubieten.

Die Einführung der neuen Regelung erfolgt in Kalifornien schrittweise: Von 2012 bis 2014 muss die Produktion von Neuwagen auf Verglasungen umgesetellt werden, die 45 Prozent der Sonnenenergie draußen lassen. Bis 2016 wird die Marke auf 60 Proent erhöht. Berechnungen zufolge wird dies den CO2-Ausstoß im kalifornischen Straßenverkehr bis 2020 um 700.000 Tonnen reduzieren, was der Stillegung von 140.000 Autos entspräche.
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