Vergabe kurzer Domains wird zum teuren Glücksspiel

Wirtschaft & Firmen Die von der DENIC, der Verwaltungsstelle für .de-Domains, angekündigte Vergabe von ein- und zweistelligen Adressen hat im Vorfeld bereits einigen Wirbel ausgelöst. Die Vergabepraxis ist umstritten.

Am 23. Oktober können DENIC-Mitglieder pro Minute vier Registrierungsanträge stellen. Diese sollen dann in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet werden. Wer mit seinem Registrierungsantrag zuerst kommt, erhält also die Domain. Dies klingt nach einem einfachen, stimmigen Konzept.


In der Praxis führt es nun aber zu einem Wildwuchs an Vergabe-Methoden bei den Registraren. Wer Interesse an einer kurzen Domain hat, muss unter anderem damit rechnen, viel Geld auszugeben und am Ende trotzdem mit leeren Händen dazustehen. Verschiedene Registrare versteigern nämlich nicht etwa die Adressen selbst, sondern die Position in ihren eigenen Antragslisten.

Kommt man hier nun beispielsweise mit seinem Gebot, das durchaus im mittleren fünfstelligen Bereich liegen kann, lediglich auf Platz 5, ist man erst in der zweiten Registrierungsminute dabei. Hat ein anderer Registrar den gleichen Antrag bereits in der ersten Minute eingereicht, geht man leer aus.

Neben Registraren, die Slots versteigern, gibt es auch solche, die für den Vergabezeitraum gleich ihre gesamte DENIC-Mitgliedschaft vermieten. Auch hier ist es eher ein Glücksspiel, ob man seine gewünschte Domain trotz des eingesetzten Geldes erhält.

Inzwischen werden Forderungen laut, nach denen die DENIC den Vergabeprozess stoppen und sich ein neues System überlegen soll. Möglich wäre beispielsweise eine zentrale Auktion. Auch dann wären die kurzen Domains zwar teuer, der meistbietende erhielte sie aber garantiert. Die Einnahmen kämen außerdem der DENIC zugute und könnten im Sinne der ganzen Internet-Community für die Verbesserung ihrer technischen Ausstattung eingesetzt werden.
Diese Nachricht empfehlen:
 
Hmm heißt es nun für mich als Privatperson, ohne viel Geld, dass ich da erst garnicht mitmachen brauche, weil sie ganze Zeit von viel Geld sprechen?
 
@LastSamuraj: Aber komm, es lohnt sich doch: "Wer Interesse an einer kurzen Domain hat, muss unter anderem damit rechnen, viel Geld auszugeben und am Ende trotzdem mit leeren Händen dazustehen." (:
 
@LastSamuraj: Welche Privatperson benötigt denn so dringend eine kurze Domain ? - Nur rein zum Spaß ist ja wohl Quatsch.
 
@Sehr-Gut: ja schon, aber auch aus einer privaten Person kann ein Geschäftsman entstehen :-) Nee Spaß, aber wenn ich so eine hätte, könnte ich sie ja für viel Geld weiter verkaufen ^^
 
@LastSamuraj: Selbst mit "normalen" Domains kann man Geld verdienen, wenn man sie sich rechtzeitig sichert, und irgendwann jemand genau diese möchte. http://tinyurl.com/ygbzk8e


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News zu IT Pro- und Dev-Tools