FDP kann Netzsperren-Gesetz vorerst stoppen

Recht, Politik & EU Das so genannte Zugangserschwerungsgesetz, das Provider verpflichten sollte, eine Sperr-Infrastruktur für Webseiten einzuführen, wird offenbar vorerst ausgesetzt. Das erklärten Vertreter von Union und FDP nach den gestrigen Koalitionsverhandlungen.

Demnach soll das Bundeskriminalamt (BKA) für ein Jahr seinen Schwerpunkt bei der Bekämpfung von kinderpornographischen Inhalten im Internet darauf legen, entsprechende Angebote löschen zu lassen. Dann werde erneut über das weitere Vorgehen beraten, hieß es.


Im Zuge dessen soll auch mehr Gewicht darauf gelegt werden, die internationale Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden zu verbessern. Somit konnte sich die FDP in diesem Punkt offenbar gegen die Unionsparteien durchsetzen. Insbesondere für die bisherige Familienministerin Ursula von der Leyen, die sich bis zuletzt für die Einführung von Sperrlisten einsetzte, wäre dies ein klarer Rückschlag.

Auch beim Thema Online-Durchsuchungen konnte die FDP zumindest einen Teil ihrer Vorhaben durchsetzen. Diese Ermittlungsmethode bleibt nun auf das Bundeskriminalamt beschränkt und wird nicht, wie von der CDU geplant, auch dem Verfassungsschutz zur Verfügung gestellt. Die Genehmigung ihrer Anwendung muss nun auch nicht mehr durch das Amtsgericht Wiesbaden, sondern durch einen Richter beim Bundesgerichtshof erfolgen.

Auch in Sachen Vorratsdatenspeicherung wird es zukünftig wohl klarere Einschränkungen geben. Zwar wird die Speicherung aller Verbindungsdaten von Internet- und Telekommunikationsnutzern über sechs Monate fortgeführt, allerdings dürfen Behörden nur dann auf die Informationen zurückgreifen, wenn durch schwere Straftaten das Leben anderer bedroht ist.
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Ein kleiner Lichtblick am Horizont, dass einige Parteien an Ihren Wahlversprechen vor der Wahl doch noch festhalten und versuchen es umzusetzen. Danke FDP!
 
@vAro: nich so wirklich http://tinyurl.com/yffntky
 
@vAro: bisher ist nichts passiert, nicht den abend vor dem tag loben, wenn dort oben steht ...offenbar und könnte.aber besser kann sich die FDP ja nicht demontieren innerhalb der nästen 4 jahre:-)
 
@vAro: Du bist so naiv.
 
@vAro: " Dann werde erneut über das weitere Vorgehen beraten" Und du glaubst wirklich, dass bei der Beratung in einem Jahr das ganze dann nicht mehr umgesetzt wird? Das ist doch nur, damit Westerwilli sein Gesicht nicht völlig verliert. Und in einem Jahr sind es bis zu den nächsten Bundestagswahlen noch mal drei Jahre. Das reicht, um Gras über solche Entscheidungen wachsen zu lassen.


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