Online-Banking-Abzocker legen falsche Spuren

Hacker Internet-Kriminelle, die sich auf Online-Banking-Trojaner spezialisiert haben, legen neuerdings eine falsche Fährte, wenn sie den Verdacht schöpfen, von Strafverfolgern entdeckt worden zu sein. Damit sollen sie in die Irre geführt werden. So fand Aviv Raff von den RSA FraudAction Research Labs heraus, dass der Kontroll-Server des URLZone-Bot-Netzes bewusst falsche Daten liefert, wenn man ihn aushorchen will, berichtet 'heise.de'. Der Einsatz so genannter "Money Mules", zu Deutsch Geldesel, ist bereits seit geraumer Zeit üblich. Bei gefälschten Überweisungen agieren sie als Geldwäscher.

Sie kassieren für ihre Dienste eine Provision, bevor sie das Geld an eine Adresse im Ausland schicken. Der Banking-Trojaner, der die Überweisung seines Opfers umleitet, holt sich die Kontodaten des Geldwäschers direkt vom Kontroll-Server. Die RSA FraudAction Research Labs gaben sich jetzt als ein Opfer des Trojaners aus, um den Kontroll-Server des Botnetzes auszuhorchen.

Allerdings lieferte dieser ihm die Kontodaten eines Unbeteiligten. Der Kontroll-Server hatte erkannt, dass es sich nicht wirklich um einen Infizierten handelt. Er legte deshalb eine falsche Spur. Dazu nutzte er Kontodaten, die zuvor von den Trojaner-Opfern für echte Überweisungen verwendet wurden. Der Eigentümer eines solchen Kontos könnte somit fälschlicherweise der Geldwäsche beschuldigt werden.
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