 Der diesjährige Physik-Nobelpreis geht an Charles Kuen Kao für seine Grundlagenarbeit zur optischen Datenübertragung sowie an Willard Sterling Boyle und George Elwood Smith für die Erfindung des CCD-Sensors.
Der britisch-chinesische Wissenschaftler Kao hat die Grundlagen für die Übertragung von Licht durch Glasfasern geschaffen. Er berechnete bereits 1966, dass sich Licht mit Glasfasern über lange Distanzen übertragen lässt. Signale können somit über eine Strecke von 100 Kilometern gesendet werden - zur damligen Zeit waren bereits 20 Meter gut.
Der Kern seiner Entdeckung war, dass die Qualität der Datenübertragung ausschließlich von der Reinheit des Glases abhängt. Seine Arbeit hat einen bedeutenden Einfluss auf die heutige IT-Branche. Auf der ganzen Welt sind Glasfasern mit einer Länge von mehr als einer Milliarde Kilometer verlegt.
Die zweite Hälfte des Nobelpreises teilen sich Boyle und Smith für die Erfindung des CCD-Sensors. CCD steht für Charge-Coupled Device. Die Technologie nutzt den so genannten photoelektrischen Effekt, den Albert Einstein 1921 entwickelte. Er wandelt Licht in elektrische Signale um. CCDs kamen zum ersten Mal in analogen Videokameras zum Einsatz. Sie ersetzten dort die Röhren. Später entstand dann der CMOS-Sensor als Weiterentwicklung, der heute in allen Digitalkameras Verwendung findet.
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