Bericht: Microsofts Smartphone-Projekt vor dem Aus
Um Microsofts Smartphone-Tochter Danger, die vor allem durch ihre Messaging-Geräte mit dem Namen "Sidekick" bekannt wurde, ist es offenbar nicht gut bestellt. Angeblich steht die geplante Einführung zweier neuer Handys vor dem Aus.
Erst vor kurzem waren ausführliche Informationen und Bilder zu den geplanten Danger-Smartphones "Pure" und "Turtle" an die Öffentlichkeit gelangt. Sie sind angeblich Teil des "Project Pink", bei dem es um die Entwicklung von einfachen Smartphones und diversen dazugehörigen Diensten geht.

Wie 'TechCrunch' jetzt unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass die Geräte jemals in der gezeigten Form auf den Markt kommen. Insgesamt sei das Projekt "Pink" so gut wie tot und werde wahrscheinlich schon bald aufgegeben.
Ein Großteil der Mitarbeiter von Danger, die im Jahr 2008 durch die Übernahme des Unternehmens zu Microsoft gekommen waren, hat inzwischen angeblich bereits gekündigt oder wurde entlassen, weshalb nun kaum noch fähige Leute beteiligt sein sollen, die wissen, wie man ein fertiges Produkt schafft, heißt es.
Sollten es die Geräte dennoch auf den Markt schaffen, wird wahrscheinlich die erwartete Unterstützung für Anwendungen von Drittanbietern oder einen passenden Anwendungs-Marktplatz fehlen. Angeblich fehlt es den verbleibenden Mitgliedern des Danger-Teams einfach an Wissen, um das Projekt zu Ende zu führen.
Unter den übrig gebliebenen Mitarbeitern sei zudem die Unzufriedenheit sehr hoch. Viele von ihnen würden lieber iPhones oder ihre alten Sidekick-Geräte benutzen, weil ein gewisser "Hass" gegenüber den geplanten Produkten bestehen soll, heißt es weiter. Außerdem hätten viele Mitarbeiter das Gefühl, Microsoft nutze sie nur, um die Entwickler des "konkurrierenden" Windows Mobile 7-Teams zu besserer Arbeit anzustacheln.
Inzwischen soll das Projekt außerdem bereits rund zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück liegen. Die Entwickler hätten deshalb bereits begonnen, selbst grundlegende Funktionalitäten wie etwa eine Kalender-Anwendung von der Liste der Features zu streichen, um weiter auf ein obendrein unklares Fertigstellungsdatum hin zu arbeiten.
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