Virus bei Stromversorger: Linux ersetzte Windows

Nachdem wir gestern darüber berichteten, dass der zweitgrößte australische Stromversorger Integral Energy mit einem Trojaner zu kämpfen hat, der nahezu alle Rechner befallen hat, scheint man einem Desaster nun knapp entronnen zu sein.

Laut einem Bericht des 'Inquirer' hat man kurzerhand die Windows-PCs im Kontrollraum durch Linux-PCs ersetzt. Diese wurden bisher nur in der Entwicklungsabteilung eingesetzt. Anschließend konnte die Leittechnik wieder überwacht werden, so dass es zu keinem Stromausfall kam.


Betroffen war die Provinz New South Wales mit ihrer Hauptstadt Sydney. Die Rechner des Energielieferanten sind durch und durch mit dem Trojaner W32.Virut.CF befallen. Laut den Sicherheitsexperten von Symnatec verursacht er zwar wenig Schaden, verbreitet sich aber außergewöhnlich schnell und effektiv.

Bei Integral Energy müssen nun über 1000 PC-Arbeitsplätze neu aufgesetzt werden, damit die Stromversorgung der rund 2,1 Millionen Kunden weiterhin gewährleistet werden kann. Das Problem: Zwischen dem Verwaltungs- und Kommunikationsnetz sowie den Computernetzen zur Überwachung der stromerzeugenden Infrastruktur gibt es keine effektive Trennung.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Prozessleittechnik nicht direkt betroffen war. Allerdings hätte es trotzdem zu Problemen kommen können. Tritt eine Störung auf, muss diese durch das Personal manuell beseitigt werden. Fällt allerdings die Technik mit der visuellen Darstellung in Form eines Leitstandes aus, kann man den Fehler nicht oder nur spät erkennen und reagieren.
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Toll, jetzt wird es wieder Stromausfall geben weil die Windowsianer mit Linux nicht umgehen können. Man muss sich halt klar werden was besser ist.
 
@ReVo-: jo, linux, da du selbst bestimmen kannst was rein und raus soll, so ist es um eingiges schlanker, und bietet so viel weniger angriffsfläche.
 
[re:2] ~LN~ am 02.10.09 17:54 Uhr
(+12
@Strappe: Wenn Kriminelle wissen wie niedrig die Sicherheit in der Firma ist brauchen die nur ein USB Stick eines Mitarbeiter mit dem passenden Virus infizieren und dann kann das OS so schlank sein wie es möchte , das Ergebnis wäre genau dasselbe wie jetzt.
 
@ReVo-: Wenn unter minimal benötigten Rechten unter Windows und Linux gearbeitet wird, kann der Benutzer relativ wenig falsch machen. @~LN~ nicht benötigte USB Ports im BIOS deaktivieren, bzw. Autostart von USB Sticks deaktivieren und den Mitarbeiter darauf hinweisen keine externe Datenträger anzuschließen.
 
@zivilist: Oder warum nicht einfach eine Regel in der Domain erstellen, dass USB Geräte mit Datenträgerkennung allgemein verweigert werden. Da hat man einmal 30min arbeit und muss nicht jeden Rechner vor Ort konfigen. Mit minimalen Rechten arbeiten ist außerdem nicht immer möglich, da einige Programme eben doch mehr brauchen. Mir scheint eher als ob die IT Abteilung nicht nur einmal gepennt hat in dem Laden, hoffentlich wurden die jetzt wachgerüttelt.


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