Virus bei Stromversorger: Linux ersetzte Windows

Viren & Trojaner Nachdem wir gestern darüber berichteten, dass der zweitgrößte australische Stromversorger Integral Energy mit einem Trojaner zu kämpfen hat, der nahezu alle Rechner befallen hat, scheint man einem Desaster nun knapp entronnen zu sein. Laut einem Bericht des 'Inquirer' hat man kurzerhand die Windows-PCs im Kontrollraum durch Linux-PCs ersetzt. Diese wurden bisher nur in der Entwicklungsabteilung eingesetzt. Anschließend konnte die Leittechnik wieder überwacht werden, so dass es zu keinem Stromausfall kam.

Betroffen war die Provinz New South Wales mit ihrer Hauptstadt Sydney. Die Rechner des Energielieferanten sind durch und durch mit dem Trojaner W32.Virut.CF befallen. Laut den Sicherheitsexperten von Symnatec verursacht er zwar wenig Schaden, verbreitet sich aber außergewöhnlich schnell und effektiv.

Bei Integral Energy müssen nun über 1000 PC-Arbeitsplätze neu aufgesetzt werden, damit die Stromversorgung der rund 2,1 Millionen Kunden weiterhin gewährleistet werden kann. Das Problem: Zwischen dem Verwaltungs- und Kommunikationsnetz sowie den Computernetzen zur Überwachung der stromerzeugenden Infrastruktur gibt es keine effektive Trennung.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Prozessleittechnik nicht direkt betroffen war. Allerdings hätte es trotzdem zu Problemen kommen können. Tritt eine Störung auf, muss diese durch das Personal manuell beseitigt werden. Fällt allerdings die Technik mit der visuellen Darstellung in Form eines Leitstandes aus, kann man den Fehler nicht oder nur spät erkennen und reagieren.
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