Anti-Spiele-Anwalt verklagt Social Network Facebook
Der berüchtigte Anti-Spiele-Anwalt Jack Thompson hat den Social Networking-Dienst Facebook auf die Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 40 Millionen US-Dollar verklagt.
Er wirft Facebook vor, nicht gegen negative Postings der Nutzer vorzugehen, die sich gegen seine Person richten. Thompson wurde vor allem wegen seiner Klagen gegen Take Two wegen des Spiels Grand Theft Auto, Sony Computer Entertainment und den US-Megastore-Betreiber Wal-Mart bekannt.
Er verglich das Spiel in einer US-Fernsehsendung mit einem "Mord-Simulator" und machte es unter anderem für den Tod mehrerer Polizeibeamter mitverantwortlich. Seine Klagen waren allerdings kaum erfolgreich, was letztlich zu Vorwürfen führte, er würde das amerikanische Rechtssystem für eine persönliche Fehde missbrauchen.
Bei Facebook gibt es eine Reihe von Gruppen, in denen sich Kritiker von Jack Thompson zusammen geschlossen haben. Diese tragen teilweise nicht sonderlich schmeichelhafte Namen und rufen dazu auf, seinem zweifelhaften Treiben umgehend Einhalt zu gebieten.
Thompson behauptet nun, ihm sei durch einige der Gruppen persönlicher Schaden zugefügt worden, darunter auch eine, deren Name dazu aufruft, Jack Thompson mit einem Atari 2600 ins Gesicht zu schlagen. Weiterhin sei eine Belohnung für ein Video ausgelobt worden, das einen tätlichen Angriff auf den umstrittenen Anwalt zeigt.
In der bei einem Gericht in Florida eingereichten Klage heißt es darüber hinaus, dass Thomspon seit seinem Fernsehauftritt regelmäßig Schmähungen ausgesetzt sei. Unter anderem wurde angeblich auf sein Haus geschossen und sein Auto beschädigt. Außerdem wurden angeblich diverse Sex-Spielzeuge an seine Adresse geliefert und nachts könne er nicht schlafen, ohne den Hörer vom Telefon zu nehmen.
Thompson fordert nun neben der millionenschweren Schadenersatzzahlung, dass Facebook die negativen Gruppen löscht, wie man es schon bei der jüngst bekannt gewordenen Umfrage tat, in der gefragt wurde, ob US-Präsident Barack Obama erschossen werden sollte. Er habe schließlich nicht wie Obama den Secret Service, der ihn schützen könne, so Thompson.
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