BKA zerschlägt pädokriminelle Internet-Community

Recht, Politik & EU Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) durchsuchen seit gestern Abend mit Unterstützung der Landespolizeien die Wohnungen und Geschäftsräume sowie Arbeitsstätten von insgesamt 121 Beschuldigten in ganz Deutschland. Die Maßnahmen richten sich gegen Mitglieder einer deutschsprachigen pädophilen Internet-Community, die des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Herstellung und Verbreitung von kinderpornografischem Material im Internet verdächtigt werden, teilte das BKA mit.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hatte Anfang Januar das BKA mit den Ermittlungen beauftragt. Trotz des äußerst konspirativen Verhaltens der Täter gelang es, durch Ermittlungen weltweit insgesamt 136 Personen als Mitglieder eines pädophilen Internetringes zu identifizieren.

Dieser hatte sich in mehreren Internetforen etabliert. Seine Mitglieder tauschten in eigens dazu eingerichteten Foren sowohl umfangreiches Bildmaterial als auch ihre Erfahrungen beim sexuellen Missbrauch von Kindern aus. Mehrere Mitglieder stehen zudem unter dem Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Ihnen wird vorgeworfen, von ihren Missbrauchstaten Bild- und Videoaufnahmen gemacht und sie über die Foren im Internet verbreitet zu haben.

Zeitgleich mit den Maßnahmen in Deutschland fanden Durchsuchungen bei 15 Mitgliedern der Gruppierung in der Schweiz, Österreich, Spanien, Bulgarien, Kanada und den USA statt. Gegen neun Initiatoren und Verantwortliche der Internetforen wurden von der Staatsanwaltschaft Haftbefehle erwirkt, die bereits am gestrigen Abend vollstreckt wurden.

Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter 220 Computer und mehr als 17.000 digitale Speichermedien. Die groß angelegte Durchsuchungsaktion in 163 Objekten mit rund 800 bundesweit eingesetzten Polizeikräften dauert noch an.
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