Siemens sichert sich gegen erneute Korruption ab

Wirtschaft & Firmen Der Technologie-Konzern Siemens zieht intern einen Schlussstrich unter die Schmiergeld-Affäre, die das Unternehmen nun schon längere Zeit belastet. Für die Zukunft habe man Gegenmaßnahmen getroffen. "Wir sind ziemlich sicher, dass wir alles aufgeklärt haben, was aufzuklären war", sagte Siemens-Vorstand Peter Solmssen gegenüber dem Berliner 'Tagesspiegel'. Es könne zwar nicht ausgeschlossen werden, dass nicht doch noch ein älterer Fall auftaucht, allerdings sei dies inzwischen recht unwahrscheinlich.

Über verschiedene Siemens-Sparten hinweg existierte lange Zeit ein ganzes System schwarzer Kassen. Aus diesen wurden Schmiergelder finanziert, mit denen sich die Bereiche lukrative Aufträge sicherten. Neue Strukturen sollen so etwas zukünftig unmöglich machen.

Daran hat der Konzern durchaus ein ureigenstes Interesse. Die Aufarbeitung der Schmiergeld-Affäre kostete das Unternehmen - neben einem großen Image-Schaden - auch zwei bis drei Milliarden Euro für Bußgelder, Anwaltskosten, die Finanzierung der internen Untersuchung und verschiedenes mehr.

Um solche Vorfälle zu verhindern, wurden nun sämtliche Finanztransaktionen zentralisiert. Außerdem will man auch Konkurrenten in den Kampf gegen Korruption bei der Bewerbung um Aufträge einbinden. Außerdem setzt man, wie beispielsweise bei der Zusammenarbeit mit den Betreibern des neuen Großflughafens BBI vor den Toren Berlins auf so genannte Integritätsverträge.

Diese wurden von der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International entwickelt und sehen unter anderem vor, dass ein externer Beobachter jederzeit Einblick in sämtliche Vertragsunterlagen nehmen kann. "Systematisches Fehlverhalten können wir heute und in Zukunft ausschließen, da bin ich sehr sicher", so Solmssen.
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