Deutsche Post soll De-Mail-Projekt torpediert haben

Recht, Politik & EU Mit De-Mail sollte im kommenden Jahr ein großer Schritt in Richtung des elektronischen Amtsverkehrs voran getan werden. Der Start des Projektes verzögert sich nun aber wohl auf 2011.

Die Schuld daran soll die Deutsche Post tragen. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung 'Financial Times Deutschland' habe diese mit einer gezielten Lobbyarbeit für die Verzögerung gesorgt. Das notwendige Bürgerportalgesetz konnte dadurch nicht wie geplant in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden.


Unter der Federführung des Bundesinnenministeriums wurde der Gesetzestext zwar schon fertig ausgearbeitet. Einer Intervention der Konzernspitze der Post sei es aber zuzuschreiben, dass es nicht mehr vor der Bundestagswahl im Parlament behandelt wurde, hieß es.

Hintergrund sei die Befürchtung der Post, Umsatzeinbußen hinnehmen zu müssen. Ein Viertel ihres Umsatzes generiert sie mit der Zustellung von Briefen. Einen guten Anteil daran dürfte der Schriftverkehr zwischen Bürgern und Ämtern haben. Dieser würde durch De-Mail aber zunehmend auf das Internet verlagert.

Außerdem arbeitet die Post an einem eigenen Projekt für den sicheren elektronischen Briefverkehr, das im kommenden Jahr fertig gestellt werden soll. Konkurrenz will man offenbar gerade am Anfang vermeiden und sich erst einmal einen guten Stand im Markt aufbauen.

Die Post bestreitet diese Darstellung allerdings. "Wir sind zu einer Anhörung eingeladen worden und haben unsere Meinung dazu gesagt - wie andere Interessengruppen auch", sagte ein Post-Sprecher der Zeitung. Unklar ist allerdings, was im Hintergrund der offiziellen politischen Aktivitäten geschah.
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Wenn Lobbyismus Fortschritt verhindert, läuft etwas schief... Zu viel Momentan in meinen Augen.
 
@max.: ist ja leider gang und gebe. man könnte vieles schneller erreichen, wenn die politik strengere regeln machen würde (abgas, elektroautos, breitband-ausbau,..)
 
[re:2] max. am 25.09.09 16:55 Uhr
(+3
@CruZad3r: Nicht nur in der Politik, z.B. auch durch und bei Pharma-Konzernen. Wenn diese nicht mit Patenten und Auflagen und was weiß ich noch was alles den Fortschritt behindern würden, wäre viele Menschen geholfen. Oder aber sie versuchen ihren Willen durchzusetzen, Stichwort: Schweinegrippe, wo Schwangere geimpft werden sollen Oo. Noch dazu wo es kaum Studien gibt, geschweige denn Langzeittests.
 
@max.: Das ist im Prinzip richtig, wobei ich auf das so genannte De-Mail wirklich auch gut verzichten kann.
 
@CruZad3r: Das sind DEINE persönlichen Vorlieben. Ehrlich gesagt sind mir strengere Abgasregeln gar nicht so recht. Wie viele andere Menschen sitze ich nämlich nicht von morgens bis abends wie ein Affe vor dem Bildschirm, sondern pflege meine Hobbies. Für viele Hobbies ist ein großes, starkes Auto notwendig. Wer Pferde hält, ein Boot hat, einen Camper, der braucht was anderes als ein Spielzeugauto mit Elektromotörchen. Breitbrand braucht der aber nicht so sehr.


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