Studie: Daten sind bei sozialen Netzwerken unsicher

Social Media Laut einer aktuellen Studie (PDF) von zwei US-Forschern, verbreiten soziale Netzwerke die persönlichen Informationen ihrer Mitglieder ohne deren Wissen weiter. Vor allem Werbenetzwerke wie Doubleclick haben darauf indirekt Zugriff. Dies ist teilweise auf absichtliches Handeln der Betreiber zurückzuführen, manchmal geschieht es aber auch durch Fehler bei der Programmierung. Die beiden Forscher untersuchten die bekannten Netzwerke Bebo, Digg, Facebook, Friendster, Hi5, Imeem, Livejournal, Myspace, Orkut, Twitter, Xanga und LinkedIn. Dabei stand die Herausgabe persönlicher Daten im Vordergrund.

Man fand heraus, dass die eingestellten Fotos bei neun Anbietern für Dritte zugänglich waren. Bei zwei weiteren Anbietern konnte dies durch das Ändern der persönlichen Einstellungen verhindert werden. Auch der Wohnort war in fünf Fällen sichtbar - in sieben weiteren Fällen war es nur bei den Standard-Einstellungen der Fall. Lediglich die E-Mail-Adresse war bei allen Netzwerken standardmäßig nicht zugänglich.

Damit die Werbedienstleister persönliche Werbung ausliefern können, erhalten sie von den Betreibern der sozialen Netzwerke einige Informationen. Da Unternehmen wie Doubleclick (Google) zahlreiche Webseiten mit Werbung versorgen, können sie die jeweils gelieferten Daten zu einem nahezu vollständigen Personenprofil zusammensetzen.
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