Microsoft patentiert DRM-System auf P2P-Basis

Sicherheit & Antivirus Der Software-Konzern Microsoft hat ein neues System für das Digitale Rechtemanagement (DRM) patentiert, das auf Basis des Peer-to-Peer-Prinzips arbeitet. Das Patent mit der Nummer 7.594.275 wurde bereits im Jahr 2003 eingereicht und nun vom US-Patentamt offiziell bestätigt. Die Technologie ist laut Microsoft vor allem für kleinere Content-Anbieter interessant, da der Betrieb eines Lizenz-Servers für geschützte Inhalte wegen der zu erwartenden hohen Last recht kompliziert werden kann.

Die Lizenzschlüssel sollen daher in einem verteilten Netzwerk bereitgestellt werden. Dies würde auch verhindern, dass eine geschützte Datei nicht geöffnet werden kann, weil der DRM-Server beim Anbieter ausgefallen ist. Durch mehrfache Redundanz der Schlüssel im Netzwerk wären diese faktisch immer verfügbar.

Für die Sicherheit der jeweiligen Keys soll eine integrierte Publik-Key-Infrastructure (PKI) sorgen. So können die Schlüssel nicht innerhalb des Netzwerkes von unbefugten abgefangen und zur Dekodierung geschützter Materialien eingesetzt werden. Ob Microsoft die Technologie in ein Produkt umsetzen wird oder solche Pläne angesichts des aktuellen Niedergangs von DRM-Systemen zumindest im Entertainment-Bereich aufgegeben hat, ist derzeit nicht bekannt.
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