Intel wettert weiter gegen Monopolstrafe der EU

Prozessoren Der Halbleiterkonzern Intel hat das Vorgehen der Europäischen Kommission bei ihren Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen des Verdachts ver illegalen Wettbewerbsverzerrung erneut scharf kritisiert. Intel warf der EU in einer neuen Stellungnahme vor, bei der Suche nach Beweisen wählerisch vorgegangen zu sein, um so dem Unternehmen in jedem Fall eine Schuld nachzuweisen. Die Vorwürfe wurden von Intel gestern erhoben, ausgerechnet an dem Tag, als die EU ihrerseits umfangreiche Auszüge aus E-Mails als Beleg für die illegalen Aktivitäten veröffentlichte.

Aus den E-Mails geht hervor, dass mehrere große PC-Hersteller Repressalien von Intels Seite fürchteten, wenn sie zu viele Prozessoren von dessen Konkurrenten AMD ordern würden. Für die EU sind dies erdrückende Beweise, die die im Mai gegen Intel verhängte Rekordstrafe von 1,06 Milliarden Euro rechtfertigen.

In seiner Stellungnahme behauptet Intel nun, dass die EU von vorn herein voreingenommen an die Untersuchung heran gegangen sei. Als diese dann weiter voran schritt, habe die EU wichtige Beweise ignoriert und abgelehnt, die ihrer Sicht der Dinge widersprachen, so Intels Argumentation.

Außerdem habe die EU die Umstände des Wettbewerbs im Bereich der x86-Prozessoren nicht verstanden und die Art der Konkurrenz zwischen Intel und AMD missinterpretiert. Die EU hatte Intel im Mai zur Zahlung einer Strafe von 1,06 Milliarden US-Dollar verurteilt, nachdem man jahrelang Vorwürfe von AMD geprüft hatte, wonach Intel seine Marktmacht massiv missbraucht hat, um den Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.

Unter anderem hatte Intel über einen langen Zeitraum exklusive Verträge mit der deutschen Elektronikhandelskette Media Saturn Holding, in deren Rahmen ausschließlich Intel-CPUs in den Fertig-PCs des Discount-Anbieters verbaut wurden. Dies bestätigten die Unternehmen jüngst noch einmal.
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