Cyber-Mobbing: Junges Mädchen begeht Selbstmord

Social Media Ein 15 Jahre altes Mädchen aus Großbritannien hat sich kürzlich das Leben genommen, weil sie online gemobbt wurde. Dabei handelt es sich um den dritten Fall in zwei Jahren, allein in GB. Offenbar wird Cyber-Mobbing zum Massenphänomen.

Holly Grogan sprang in der letzten Woche nahe der Stadt Loucester von einer Brücke. Ihre Eltern gaben an, dass ihre Tochter nicht mit dem Druck und dem Mobbing in Online-Netzwerken wie Facebook, Bebo und MySpace zurechtgekommen ist. Einige Freunde erklärten, dass Holly auf ihrer Facebook-Seite massenhaft beschimpft wurde.


Da sie kaum Selbstvertrauen hatte, wurde sie auch in der Schule gemobbt - sie wurde zum "Opfer", wie solche Personen heute unter jungen Leuten treffend bezeichnet werden. Zuerst geht das Mobbing nur von einzelnen Personen aus, doch mit der Zeit nimmt eine wachsende Gruppe daran teil. Die Betroffenen nehmen dann wahr, dass alle Welt gegen sie ist.

Erst im August musste sich in Großbritannien ein Teenager wegen Cyber-Mobbing vor Gericht verantworten. Die 18-Jährige wurde zu drei Monaten Haft in einer Jugendstrafanstalt verurteilt, da sie eine Schulkameradin bei Facebook mit dem Tod bedroht hatte.

Auch aus anderen Ländern sind Fälle von Cyber-Mobbing bekannt. Beispiel USA: Dort wurde Megan Meier im Oktober 2006 von einer erwachsenen Frau in den Selbstmord gemobbt. Sie gab sich als potentieller Liebhaber aus, der dem Mädchen zum Schluss Schuldgefühle einredete, was dann zum Selbstmord führte.
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Ohje, je mehr das Internet zur sozialen Kommunikationsplattform wird, desto mehr wird das soziale Unvermögen von einigen Menschen sichtbar. Mit fällt dazu echt nichts mehr ein. ... einfach traurig
 
@Dependent: Tja, so schaut es leider aus. Soziale Netzwerke können halt keine realen Kontakte ersetzen. Ist aber leider auch in Foren und auf Newsboards so, dass Mobbing leider nicht mehr wegzudenken ist. Da muss man sich einfach sagen können, dass jemand, der auf einen schießt, einen gar nicht meinen kann, da dieser jemand ja gar nicht wissen kann, wer man ist und wie man tickt (okay, auch da gibt es gewisse Ausnahmen). Insgesamt werden jedoch durch solche Ereignisse social networks zu anti-social networks.
 
@FFX: Naja die gemobbten werden im RL auch gemobbt, da die Leute welche sie im Netz bei Facebook oder sonstwas mobben sie normalerweise ja auch im RL (z.B. aus der Schule) kennen... Also sind die realen Kontake in diesem Falle auch nicht unbedingt besser. Allerdings frage ich mich warum solche Cyber-Mobbing-Opfer (von nun an und bis in alle Zeit als CMO abgekürzt) nicht etwas "sorgsamer" mit ihrer Cyber-Identität umgehen. Wozu gibt es denn Nicknames wenn ich mich dann mit dem RL-Namen anmelde? Oh und zu der Sache mit dem Schießen: Wenn ein CM (=cyber-Mobber) plötzlich beschossen wird dann kanns gut sein das der Schütze ihn kennt, weil es nämlich durchaus passieren kann, dass es das CMO ist.^^ Und ich will hier keinerlei Gewalttaten aus dem Bereich des erweiterten Suizids rechtfertigen, aber wie man sich bettet so ruht man. Was verkürzt heißen soll: CM mobbt CMO bis aufs letzte, CMO schnappt sich Papis Schießgewehr und geht damit in die Schule. CMO schießt auf CM(´s) und hinterher ist CMO der böse und CM sagt er kann doch gar nix dafür weil es haben doch alle anderen auch gemacht.
 
Das Verlagert sich doch nur. Vom Schulhof ins Internet. Naja, vielleicht kann den Opfern besser geholfen werden, da man ja im Netz weiss, wer wen mobbt...
 
@Dependent: Der Vorteil an sozialen Netzwerken ist, dass man mit ANDEREN Menschen zu tun hat. Der Nachteil an sozialen Netzwerken ist, dass man mit anderen MENSCHEN zu tun hat.


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