Brasilien: Gericht verbietet Filesharing-Client

Recht, Politik & EU Ein brasilianisches Gericht hat die weitere Verbreitung eines Filesharing-Clients untersagt. Das Verbot erging im Rahmen eines Verfahrens, das vor zwei Jahren von der Musikindustrie angestoßen wurde. Die Protective Association of Phonographic Intellectual Property Rights (APDIF) hatte damals eine Klage gegen die Firma Cadare Information Technology eingereicht. Letzte bietet auf einer Webseite den Filesharing-Client K-Lite Nitro an, mit dem man auf die P2P-Netze Gnutella, OpenFT und Ares zugreifen kann.

Nach einem ersten Urteil im Februar wurde zwar - wie gefordert - ein Filtermechanismus implementiert, der den Austausch von urheberrechtlich geschützter Musik verhindern soll. Nach einer erneuten Prüfung stellte das Gericht allerdings nur die Ineffizienz dieses Schutzsystems fest.

Daher folgte ein generelles Vertriebsverbot. Cadare selbst ist nicht der Entwickler von K-Lite Nitro, sondern bot die Software lediglich zum Download an. Das Verbot gilt daher auch für alle anderen Webseiten, die in Brasilien gehostet werden.

In dem Urteil wurde klar festgestellt, dass jeder, der das Programm zum Download bereitstellt und nebenbei mit Werbung Einnahmen generiert, sich der geschäftsmäßigen Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen schuldig macht. Zwar bezog sich der Prozess lediglich auf K-Lite Nitro, allerdings müssen nun wohl alle Anbieter einer Filesharing-Software damit rechnen, mit ähnlichen Verboten belegt zu werden.
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