Netzneutralität soll in den USA durchgesetzt werden

Recht, Politik & EU Der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, will die sogenannte Netzneutralität auf den Weg bringen. Auf diese Weise dürften Internet-Provider bestimmte Dienste technisch nicht mehr ausbremsen.

Eine vergleichbare Haltung scheint auch bei der US-amerikanischen Telekommunikationsaufsicht FCC (Federal Communications Commission) zu herrschen. Gegenüber dem "Wall Street Journal" teilte die Behörde am gestrigen Samstag mit, den Internet- und Mobilfunkbetreibern Vorschriften über die Netzneutralität machen zu wollen.


In den Kreisen der Internet- und Telekomunikations-Provider wurde immer wieder das Argument angeführt, man müsse die hauseigenen Netze vor Überlastung schützen. Besonders durch Angebote wie YouTube, Hulu oder ähnliche Videostreaming-Plattformen würden große Lasten und dementsprechend hohe Übertragungskosten entstehen.

Auf eben diesen Kosten blieben die jeweiligen Serviceprovider selbst sitzen, heißt es in einem Artikel von Spiegel Online.

Mit einer Vorstellung dieser neuen Regelungen durch den Chef der FCC, Julius Genachowski, sei schon am Montag zu rechnen. Sollte es in den Vereinigten Staaten tatsächlich zu einer vorgeschriebenen Netzneutralität kommen, so könnte dies auch Auswirkungen auf den Rest der Welt haben, teilten Experten mit.
Diese Nachricht empfehlen:
 
die sollen nicht rumheulen, dass ihnen hohe kosten für die datenübertragung entstehen. dann haben sie falsch kalkuliert und sollen die preise erhöhen. oder ihr angebot darf nicht flat heißen. dieser begriff sollte mal rechtlich geregelt werden.
 
@moniduse: genau das habe ich mir auch gerade gedacht
 
@moniduse: Der Name "flat" wird heute sowieso total missbraucht (bei übermäßigen Traffic kommt ja gerne mal ein böser Brief vom Provider oder die Leitung wird extrem gedrosselt). Auch bei uns wird ja mittlerweile von den Providern fröhlich ausgebremst, wo es nur geht. Bestes Beispiel ist YouTube. Und jetzt soll mir hier keiner kommen, dass die Google-Server für YouTube so oft überlastet sind (das halte ich für ein Märchen). Das die Provider auf ihre Kosten achten müssen und die Traffickosten nicht zu unterschätzen sind ist ja absolut verständlich, aber dann sollten sie auch an ihren Tarifen arbeiten. Ich benötige ehrlich gesagt nicht zwingend eine Flat. Mir würden 20 GB pro Monat vollkommen ausreichen, aber dafür bitte mit Fullspeed und ohne angezogene Handbremse. Aber heute gibt es ja im Grunde nur noch "Flats".
 
@moniduse: Stimme absolut zu. "Netze vor überlastung schützen" hört sich in meinen Ohren an nach: Möglichst viel Geld ohne Investitionen ins eigene Netz machen. Wenn die Netze überlastet sind, müssen diese eben ausgebaut werden, oder sie dürfen nicht so viele Kunden annehmen. Und wenns teurer wird, müssen sie eben neu kalkulieren und evtl. Preise erhöhen.
 
@moniduse: Volle Zustimmung! Die Frage die ich mir aber auch noch stelle ist, wieso die vor einer Netzüberlastung "Angst" haben. Für was wurde die entsprechende Infrastruktur denn aufgebaut? Man baut doch auch kein Auto mit 500 PS und warnt die Leute dann davor die Leistung auszunutzen... man solle bitteschön nur 50 fahren um Überlastung zu vermeiden.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News zu IT Pro- und Dev-Tools