Google Books: US-Justizministerium äußert Bedenken

Internet & Webdienste Das US-amerikanische Justizministerium teilte mit, man solle das sogenannte "Google Book Settlement" in der momentan aktuellen Form nicht auf den Weg bringen. Angeblich soll es diesbezüglich zahlreiche Bedenken geben.

Problematisch seien beispielsweise die Gesichtspunkte des Wettbewerbs und des Copyright, teilte das Justizministerium der Vereinigten Staaten gegenüber dem zuständigen Gericht in New York mit. Obgleich derzeit noch eine Untersuchung im Gange sei, habe man mehrere rechtliche Bedenken. Zudem führte das Ministerium einige mögliche Änderungen an.


Diese betreffen unter anderem Schutzmechanismen der unbekannten Rechteinhaber und die Preisgestaltung. Obendrein müsse man auf die Bedenken von ausländischen Autoren besser eingehen und Drittanbietern einen entsprechenden Zugang gewähren. Ob eine Sammelklage an dieser Stelle der richtige Weg ist, wurde an dieser Stelle in Frage gestellt.

Im Allgemeinen geht man jedoch davon aus, dass es in der kommenden Zeit zu einer Übereinkunft zwischen Google, den Autoren und Verlagen kommen wird. Der Internetkonzern Google hat bereits in Zusammenarbeit mit der Authors Guild und der Association of American Publishers eine Stellungsnahem herausgegeben. Darin hieß es, dass man die angeführten Argumente prüfen und darauf möglicherweise vor Gericht eingehen werde.

Die Gegner dieses Vorhabens, zu denen unter anderem Amazon und Microsoft gehören, begrüßten die Mitteilung des Justizministeriums.
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Blädes Dilemma, Wissensfreiheit & Urheberrecht ist ein Konflikt, der wichtig ist unsere aktuelle Gesellschaftsordnung zu halten (ist neutral gemeint, also kann gut aber auch schlecht sein!). Und Google Books ist ein perfektes Beispiel dafür. Schade, dass es da kaum mögliche Lösungen gibt...
 
@DasFragezeichen: Google Books ist aber nicht so ein perfektes Beispiel für Wissenfreiheit. Das Unternehmen nimmt sich die Rechte für ein Werk und gibt es im Moment noch für jeden frei. Was passiert aber wenn das Unternehmen den Besitzer oder die Geschäftseinstellung ändert? Was ist wenn das Unternehmen dann entscheidet was gelesen werden darf? Man kommt am Ende zu einem Wissensmonopol, indem ein Unternehmen die Bildung und Meinung der Leute steuern könnte, leider wird wohl dieses Problem von dem Ministerium weniger kritisch betrachtet.
 
@floerido: Was hindert den Staat/andere Unternehmen daran, sich ebenfalls Rechte zu sichern? Nur weil man etwas selbst nicht auf die Reihe bekommt, sollte es anderen nicht verboten werden. Ich selbst halte Google Books für einen wichtigen Beitrag zu freiem Wissen. (Sollte sich das Geschäftsmodell ändern, so ändert sich möglicherweise auch meine Meinung)
 
Es muß einfach so sein, daß Goggle mit dem jeweiligen einzelnen Rechteinhabern ein übereinkommen über Art und Weise der Veröffentlichung trifft. Ein pauschales Abkommen mit irgendwelchen Verbänden, womöglich nur mit amerikanischen (und z.B. nicht europäischen usw. Autoren / Verbänden) ist unzureichend, denn es berücksichtigt nicht Einzelrechte. Das ist sehr aufwendig und vielleicht auch kostenintensiv, aber ethisch und ökonomisch der einzig richtige Weg. Es kann nicht sein, daß ein großer Konzern alle Rechte für sich in Anspruch nimmt und Gewinn daraus erzielt, aber Einzelrechteinhaber (Verlage, Autoren und deren Erben usw.) weltweit unberücksichtigt läßt und übervorteilt. Google gehört NICHT die weltweite Kultur / Literatur. Und die Frage, ob (weltweite) Literatur mehr oder weniger komplett im Internet (am PC) erscheinen soll, kann auch noch hinterfragt werden. Wird so ein Medium (Buch) richtig vermittelt, wie es sich der Autor (als Rechteinhaber) vorgestellt hat ? Er hat schließlich die Buchform (Druck, Verlag, Buch, Lesen) gewählt und nicht die Form von E-Book direkt, Film, CD oder DVD (Hörbuch) usw. . Ich finde das Verfahren in der Einfachheit, in der Goggle das durchziehen will, schlecht und falsch ! Es gehört in der Form gestoppt!
 
@Uechel: Mit jedem Einzelnen zu verhandeln wäre viel zu aufwendig. Ich sehe nur die Möglichkeit, Google zwar die Rechte zu geben, aber nicht exklusiv. So dass auch anderen die Möglichkeit bleibt, an dem Kuchen (der wohl noch größer wird. als wir uns jetzt noch denken) mitzunaschen. Wobei aktuell sowieso keiner in der Größenordnung wie Google existiert. Nur warum sollte ich hinterfragen, ob Bücher im Internet erscheinen sollen? Ich bin mir sicher eBooks sind die Zukunft. Und jeder Verfasser eines Textes will, dass dieser gelesen wird. Was da sonst an Verfilmungen, Hörspielen usw geschieht ist immer eine Sache für sich und hat mit dem ursprünglichen Werk bzw Erscheinungsform des Werkes doch nichts zu tun.


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