China: Neuer Rückschlag für Green Dam-Filter

Sicherheit & Antivirus Die chinesische Regierung muss mit ihrer neuen Filter-Software "Green Dam" einen erneuten Rückschlag hinnehmen: Zahlreiche Schulen entfernen das Programm inzwischen stillschweigend von ihren Rechnern.

Ursprünglich sollte das Tool zwangsweise auf allen Rechnern vorinstalliert werden. Von einer solchen Regelung musste die Regierung allerdings Abstand nehmen, wollte sie nicht zuviel Unmut unter der schnell wachsenden Internet-Community in China entstehen lassen.


Allerdings war der Einsatz von Green Dam für Schulen laut einer Weisung des IT-Ministeriums verpflichtend - soll es doch nach offizieller Lesart Minderjährigen den Zugang zu jugendgefährdendem Material wie Gewaltdarstellungen und Pornographie verwehren.

Allerdings entschieden sich viele Schulen dafür, das Programm wieder zu deinstallieren. Das Problem: Es gibt schlicht zu viele Konflikte mit der Bildungs-Software, die tagtäglich eingesetzt wird. Aber auch zu verschiedensten Verwaltungsprogrammen der Schuldirektionen ist Green Dam inkompatibel. Ein normales Arbeiten ist so schlichtweg nicht mehr möglich.

Ein Problem haben nun vor allem die Schulverwaltungen der jeweiligen Regionalbezirke, da sie zwischen den Stühlen stehen. Einerseits sind sie weiterhin an die Weisung von oben gebunden, müssen aber auch den Betrieb der Schulen sicherstellen und die zahlreichen Beschwerden über Probleme mit der Software bearbeiten.
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Richtig so :)
 
@Layor: Warum richtig so? Die Schulen weigern sich nicht aus einem Ethischen sondern einem technischen Grund. In sofern ist es einfach nur Schade, da dies nur bedeutet, das "Green Dam" umgeschrieben werden muss, nicht aufgegeben.
 
@Kalimann: Naja hierzulande gibt es auch gesperrte Seiten an den Schulen, jedoch wird das anders realisiert. Zumindest wars bei mir so, wo ich zur Schule ging.
 
Hätte man demnach auch "Green Damned Filter" nennen können ^_^
 
@Sehr-Gut: Filter würde zu schnell auf Zensur schließen lassen. Das käme der Propaganda nicht zu gute.


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