Breitband-Kluft wird nur sehr langsam geschlossen

Recht, Politik & EU Der Breitband-Ausbau in Deutschland verläuft im Vergleich zur technischen Entwicklung eher schleppend. Die Zahl der versorgten Haushalte ist - gemessen am aktuellen Mindeststandard - seit 2005 kaum gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung zu einer kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei hervor. Demnach hatten im Jahr 2005 noch 2,84 Millionen Haushalte beim Internet-Anschluss keinen Zugang zum damaligen Mindeststandard von 128 Kilobit pro Sekunde.

Das gilt zwar inzwischen nur noch für rund 390.000 Haushalte bundesweit, allerdings ist die technische Entwicklung in den letzten Jahren rasant fortgeschritten. Um heutige Internet-Anwendungen normal nutzen zu können, ist mindestens eine Geschwindigkeit von 1 Megabit pro Sekunde notwendig. 2,54 Millionen Haushalte haben aber keine Möglichkeit, einen solchen Anschluss zu erhalten.

Der Anteil von Menschen, die weiterhin von der Entwicklung im Internet abgehängt sind, hat sich damit kaum verringert. Auch von den im Haushaltsjahr von der Bundesregierung bereitgestellten Mitteln seien nach derzeitigen Erkenntnissen nur wenige genutzt worden. Allerdings seien die Planungsarbeiten und Ausschreibungsverfahren in den Ländern noch voll im Gange, so dass im zweiten Halbjahr mit einer größeren Summe zu rechnen sei, hieß es.
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