O2 fordert Chancenausgleich bei neuen Frequenzen

Wirtschaft & Firmen Der Mobilfunkbetreiber Telefónica O2 Germany hat eine Chancengleichheit bei der Vergabe neuer Mobilfunkfrequenzen, die für das kommende Jahr geplant ist, angemahnt. "Die D-Netzbetreiber sind durch ihren frühen Markteintritt bei der Frequenzverteilung unter ein Gigahertz besser gestellt", sagt Markus Haas, für Regulierungsfragen zuständiger Geschäftsführer bei Telefónica O2 Germany. "Die anstehende Frequenzauktion bietet die einmalige Chance, diese Benachteiligung zu beseitigen, damit wir beim Breitbandausbau auf dem Land weiterkommen und es weiter fairen Wettbewerb im Mobilfunk gibt."

O2 habe dazu ein Konzept mit festen Spektrumsgrenzen für alle Mobilfunkanbieter sowie transparenten Ausbauverpflichtungen für Breitband in den bisher unversorgten ländlichen Gebieten vorgelegt, hieß es. Die aktuelle ungleiche Frequenzverteilung auf dem deutschen Markt stelle eine Wettbewerbsverzerrung dar.

Vodafone und T-Mobile verfügen heute über je 12,4 Megahertz im GSM 900 Bereich, O2 und Eplus jedoch nur über je fünf Megahertz. Dieses Spektrum unter ein Gigahertz ist besonders für die Flächenversorgung geeignet, weil mit vergleichsweise wenig Sendemasten große Gebiete mit mobilen Sprach- und Datendiensten versorgt werden können. Das Spektrum um 1800 Megahertz, bei dem O2 und E-plus über größere Frequenzbänder verfügen, ist dagegen für Städte und Ballungsgebiete geeignet.

Durch die Digitalisierung des Fernsehens sind weitere Frequenzen im Bereich von 800 Megahertz freigeworden, die von der Bundesnetzagentur im ersten Halbjahr 2010 gemeinsam mit Frequenzen aus dem Bereich oberhalb von ein Gigahertz versteigert werden sollen. Es wird die größte Frequenzversteigerung seit der Vergabe der UMTS-Lizenzen im Jahr 2000.

"Die Vergabe dieser Frequenzen wird nicht nur über die Marktchancen in den nächsten zehn bis 20 Jahren entscheiden", betont Haas. Es würden auch die Weichen für die mobile Breitbandversorgung und den Wettbewerb im Mobilfunk in Deutschland gestellt. "Nur die richtigen Rahmenbedingungen bei der Frequenzvergabe sorgen dafür, dass auch wirklich alle Investitionen in den Standort Deutschland ausgeschöpft werden. Davon profitieren in erster Linie die Kunden."

O2 fordert vor dem anstehenden Verfahren eine Gleichverteilung der bestehenden Frequenzen unter den Mobilfunkanbietern. Dies könnte durch eine Umverteilung des GSM900- und GSM1800-Spektrums erfolgen. Sollten die D-Netzbetreiber dazu nicht bereit sein, verlangt O2 eine harte Spektrumskappe durch die Bundesnetzagentur.

"Kein Mobilfunkbetreiber darf über mehr als 20 Megahertz im Bereich unter ein Gigahertz verfügen", fordert Haas. Da insgesamt nur 30 Megahertz im Bereich unter ein Gigahertz zur Vergabe stehen, alle interessierten Bieter voraussichtlich jedoch einen Bedarf von deutlich mehr Megahertz haben, würde dieser Vorschlag nach Ansicht von O2 zu einem fairen Wettbewerb führen.
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