Foxconn gibt Geschäft mit eigenen Grafikkarten auf

Wirtschaft & Firmen Der chinesische Auftragshersteller Foxconn Electronics gibt den Vertrieb von Grafikkarten unter seiner eigenen Marke auf. Die dafür zuständige Channel Service Division (CSD) wird umgestaltet, teilte das Unternehmen mit. 9.000 Beschäftigte waren bisher in der Sparte tätig. Von ihnen werden noch rund 500 verbleiben und wie bisher auch die Vermarktung ungelabelter Netbooks und Mainboards durchführen. Die übrigen Angestellten werden hingegen in der OEM-Produktion weiterbeschäftigt.

Vor allem im Mainboard-Bereich will der Hersteller wachsen, während das bei Grafikkarten wegen der starken Konkurrenz kaum noch möglich war. So sollen in diesem Jahr 6 bis 7 Millionen Mainboards unter eigener Marke ausgeliefert werden. Im letzten Jahr waren es noch 5 Millionen.

Weitere 30 Millionen Mainboards sollen außerdem im Rahmen von Aufträgen anderer Produzenten angefertigt werden. Das geplante Wachstum aus dem Netbook-Geschäft heraus verzögert sich allerdings. Der Grund: International ist Foxconn hier noch nicht besonders gut verankert, während der Markt in China durch den langsamen Ausbau von 3G-Mobilfunk-Infrastrukturen nur langsam in Fahrt kommt.
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