Passwort-Hacker bieten unbehelligt ihre Dienste an

Hacker Eine ganze Reihe von Webseiten bieten Internet-Nutzern an, Passwörter von beliebigen E-Mail-Accounts zu beschaffen. Die Polizei steht dem relativ machtlos gegenüber. Das berichtet die US-Tageszeitung 'Washington Post'.

30 bis 100 Dollar kostet es, sich einen Zugang zu einem Webmail-Postfach beschaffen zu lassen. Die Anbieter arbeiten recht zuverlässig. In der Regel teilt man ihnen mit, zu welchem Account man Zugang benötigt. Ist das Passwort geknackt, erhält der Auftraggeber einen Screenshot als Erfolgsmeldung. Die Zugangsdaten selbst folgen nach der Überweisung des vereinbarten Betrages.


"Das FBI ist sich dieser illegalen Angebote bewusst", zitiert die Zeitung den Sprecher der US-Bundespolizei Paul Bresson. Man könne jedoch oft keine Ermittlungen aufnehmen, da keine konkreten Hinweise darauf vorliegen, dass sie für Straftaten im Rechtsraum der USA genutzt werden.

Die Probleme beim Vorgehen gegen solche Angebote kennt auch Alissa Cooper von der Bürgerrechtsorganisation Center for Democracy and Technology. Die Anbieter kämen in der Regel aus Übersee. "Es erfordert einen hohen Aufwand und viel Zeit, Verbindungen mit Strafverfolgungsbehörden in anderen Ländern aufzubauen", sagte sie.

Daher ist auch jener Anbieter noch aktiv, der in einem Verfahren im vergangenen Jahr eine wichtige Rolle spielte. Damals wurde eine Nutzerin verurteilt, die sich Zugang zu den Postfächern ihres verheirateten Geliebten verschafft hatte und herausfand, dass er auch Beziehungen zu anderen Frauen unterhält. Dieser zeigte sie an, als sie daraufhin ihn und seine Familie mit Anrufen terrorisierte.
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Da frage ich mich aber echt, warum die Mailanbieter da nichts gegen unternehmen. Die sollten doch das größte Interesse haben, dass ihre Accounts nicht gehackt werden können.
 
@Croft: Ja, eine Möglichkeit wäre ja, z.B. nur längere PWs zuzulassen und dass Sonderzeichen dabei sein müssen.
 
@Croft: Wenn die Leute solche Passwörter, wie Schatz, Sommer09, Katze oder Ähnliches nehmen, ist den Leuten auch nicht mehr zu helfen! Und wenn die Provider sich erdreisten krassere Passoword-Regeln einzuführen, sind viele DAUs damit einfach überfordert! So sieht das nämlich aus!
 
@Croft: komfort/userbility vs. sicherheit. mit 30stelligen passwörtern und keyfiles wärs recht schwer zu knacken, aber auch fast nicht mehr praktikabel(zumindes webmail)
 
@Croft: Hamm, also das liegt an die passwörter wie Schatz, Sommer09, Katze oder Ähnliches, sondern das liegt alles an dem Programm, wie das geschrieben ist. Ein Hacker versucht nicht die ganze Zeit solche wörte ein zutippen und das passwort raus zufinden. Sondern die such lücken von dem Programmen, und man weiß ja nicht immer welche lücken die hacker ausnutzen, sonst hätte man natühlich die Fehler behoben.


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