Kinderschutz-Software spioniert junge Nutzer aus

Datenschutz Das US-Unternehmen EchoMetrix spioniert mit seiner Kinderschutz-Software die Aktivitäten Minderjähriger Nutzer aus, um sie zu Werbezwecken zu verkaufen. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur AP.

Das Unternehmen vermarktet seine Produkte unter den Marken Sentry und FamilySafe. Die Programme sorgen nicht nur dafür, dass Kindern keine Inhalte angezeigt werden, die nicht für ihr Alter geeignet sind. Sie sammeln auch Informationen über das jeweilige Nutzerverhalten.


Dabei werden nicht nur relativ offensichtliche Dinge ausgewertet, wie beispielsweise der Besuch bestimmter Webseiten oder Suchanfragen. Solche Erhebungen werden immerhin auch bei den Suchmaschinenbetreibern getätigt. EchoMetrix analysiert weitergehend auch die Inhalte privater Gespräche mit Instant Messengern und ähnlichen Anwendungen.

So soll beispielsweise herausgefunden werden, welche Filme in der Kommunikation der Minderjährigen aktuell eine wichtige Rolle spielen. Die Daten verkauft das Unternehmen nach der Auswertung an die Werbe-Branche. Ein Problem sieht der Anbieter in dieser Praxis nicht.

"Wir stellen nie eine Verbindung zum Namen des Nutzers her - für uns ist das dann nur Bobby37 am heimischen PC", sagte EchoMetrix-Chef Jeff Greene. Man stehe völlig in Übereinstimmung mit den Datenschutzgesetzen der USA. Außerdem biete man in den Einstellungen die Möglichkeit, die Sammlung von Informationen über die Nutzungsgewohnheiten zu unterbinden.

Allerdings ist EchoMetrix der einzige Anbieter von Kinderschutz-Software, der ein Geschäft mit den Daten seiner Nutzer aufzieht. CyberPatrol ließ beispielsweise verlauten, dass man unter keinen Umständen einen solchen Deal mit der Werbewirtschaft abschließen würde.

"Da geht es um sehr sensible Informationen", sagte Barbara Rose, Marketingchefin des Herstellers. "Als Elternteil hätte ich ein Problem damit." Auch andere Anbieter solcher Programme wie McAfee oder Symantec betonten auf Nachfrage, dass sie keine Daten über die Nutzer solcher Anwendungen weitergeben.
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das steht warscheinlich schon seit längerem in den nutzungsbedingungen drinne, nur jetzt hat die das erste mal jemand gelesen.
 
Irgendwann ziehe ich doch in die USA, und werde durch verklagen reich. ^_^
 
@Sehr-Gut: Dazu musst du dann aber das amerikanische Rechtssystem verstehen und kennen. Zu allererst müßtest du dann nämlich von deinem Wunschtraum Abschied nehmen. Normalerweise geht das dort nämlich so: Im ersten Prozess wird jede kleinste Kleinigkeit zusammengetragen .. die zu ungunsten des Verklagten spricht. Es wird nicht danach geschaut was den Verklagten entlastet. Dadurch kommen dann auch die horrenden Millionenklagen zustande die hier in der BRD so gerne durch die Medien geistern. Das es da eine Kehrseite gibt wird gern unterschlagen. Nämlich das es normal ist das dann ein 2ter Prozess folgt wo es genau andersrum geht...sprich der Kläger aus dem ersten Prozess wird zusammengefaltet. Das anschließend von der ehemaligen 25 Millionen-verurteilung nurnoch 250 Dollar übrig sind .. die der Kläger wirklich kriegt ist aber nunmal zaumäßig weniger dramatisch und damit uninteressant für BILD oder ähnliche Wurstblätter..
 
@DerTigga: Ist es nicht eine seltsame Rechtssprechung bei uns, wenn Fälle über mehrere Instanzen gehen, und jede ein anderes Urteil fällt ? - Das soll dann Rechtsprechung sein, - wenn es doch zum einen heißt, dass das Urteil eines Richters "bindend" sei. Wenn es einen höheren Richter gibt, bzw. ein höheres Gericht, kann es sehr wohl dessen Urteil ändern, - und das nächst höhere Gericht wieder. Es sollte nur ein Gericht geben, das Urteile fällt. Es kommt ja letztendlich doch nur darauf an, wer mehr Geld hat.
 
@Sehr-Gut: öh naja und wenn du dann zufällig an einen richter kommst der dich nicht leiden kann... der verurteilt dich und das wars auch wenns nicht 100% rechtens wäre. ich finds gut das man nach nem urteil noch mosern kann. man kann ja auch nicht unbegrenzt neue urteile einfordern.


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