Microsoft: XP-Verkaufsende in Russland nicht illegal

Windows Die russischen Wettbewerbsbehörden haben nach Angaben von Microsoft ihre Untersuchung des Geschäftsgebahrens des Softwarekonzerns abgeschlossen. Es wurden keine Verletzungen geltender Wettbewerbsgesetze nachgewiesen.

Die Ermittlungen hatten im Juni begonnen, nachdem es Anschuldigungen gab, dass Microsoft die Gesetze Russlands verletzen würde, weil das Unternehmen den Verkauf von Windows XP inzwischen auch dort weitgehend eingestellt hat. In Russland kann Windows XP wie in Deutschland nicht mehr auf normalen PCs oder als Einzelhandelsversion erworben werden.


Einzig die verbleibenden Lagerbestände werden ab verkauft. Außerdem gibt es Windows XP Home Edition auch in Russland noch in der speziellen Lizenzvariante für Ultra-Low-Cost-PCs in vorinstallierter Form auf Netbooks und Nettops. Nach dem Verkaufsende von Windows XP müssen die Kunden nun meist Windows Vista erwerben.

In einer Stellungnahme erklärte Microsofts russische Niederlassung, dass man sich in vollem Umfang an die in Russland geltenden Gesetze halte. Man sei froh darüber, dass die Behörden keine Rechtsverstöße finden konnten, hieß es. Dennoch will Microsoft nun ein spezielles Umtauschprogramm auflegen.

In dessen Rahmen können die Kunden Windows Vista Home Basic oder Windows Vista Home Premium auf Wunsch kostenlos gegen Windows XP Home Edition eintauschen. Das Angebot soll innerhalb der nächsten drei Wochen verfügbar gemacht werden und bis Ende 2009 gelten.

Übermorgen wird die russische Wettbewerbsaufsicht ein weiteres Urteil in einem zweiten Verfahren gegen Microsoft bekannt geben, bei dem es um die angeblich illegale Vorinstallation des Betriebssystems Windows auf den Laptops zahlreicher verschiedener Hersteller geht.
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Wär ja auch noch schöner wenn eine Firma gezwungen wird ein bestimmtes Produkt weiterhin anzubieten.
 
@DennisMoore: bei diesem punkt war es auch zu erwarten, das firmen selbst bestimmen können wie lange sie ihr produkt unterstützen. viel mehr bin ich gespannt was bei der vorinstallierung rauskommt. hat eigentlich jemals ein staat ms wegen der vorinstallierung geklagt oder ist dies ein example?
 
@OSLin: Gegen die Vorinstallation vorzgehen empfinde ich als fast genauso Schwachsinnig. Warum sollte man einem PC-Hersteller vorschreiben mit welchen Softwareprodukten zusammen er seinen PC ausliefert? Ich findsim Prinzip sogar eine Pflicht der Hersteller ein System vorzuinstallieren, weil ein PC ohne OS ja wenig Sinn macht. Statt gegen Vorinstallationen vorzugehen könnte man auch verlangen dass die Hersteller verschiedene Betriebssysteme vorinstalliert anbieten müssen, und zwar ohne Mehrkosten für den Kunden.
 
@OSLin: http://www.nova.uci.cu/website/ viva la Revolution xD
 
[re:4] Link am 08.09.09 14:41 Uhr
(+1
@DennisMoore: Ein PC ohne Betriebssystem macht schon Sinn, wenn der Kunde z.B. seine alte Lizenz weiter verwenden möchte oder der Hersteller des PCs gerade das gewünschte BS nicht anbietet. Die HDD aber mit mehreren Betriebssystemen zuzumüllen ist Blödsinn, schon schlimm genug, dass bei manchen Herstellern eine Wiederherstellungspartition vorhanden ist. Den Platz kann man auch sinnvoller nutzen.


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