EU-Kommission will Oracle-Sun-Deal genau prüfen

Recht, Politik & EU Die Europäische Kommission hat verlauten lassen, dass man den Zusammenschluss von Oracle und Sun umfassend prüfen werde. Unter anderem will man die Auswirkungen auf den Wettbewerb genau untersuchen, teilte die Kommission mit.

Erhebliche Bedenken scheint die EU-Kommission im Hinblick auf die Auswirkungen für den Markt der Datenbanken zu haben. Immerhin vertreibt Oracle eine proprietäre Datenbank und Sun die quelloffene Datenbank MySQL.


Unter dem Strich ergibt sich hierbei eine direkte Konkurrenz, so die Kommission. Darüber hinaus wird es als Pflicht angesehn, dass die Übernahme nicht zu einer geringeren Auswahl oder höheren Preisen führe.

Unter Umständen könnte dieser Zusammenschluss auch Auswirkungen auf IT-Unternehmen haben, welche im Hinblick auf die eingesetzte Software zu Open Source greifen.

In wirtschaftlich schlechten Zeiten seien schließlich viele Betriebe auf der Suche nach einer kostengünstigen Alternative. Auch die Erhaltung von derartigen Optionen sei eine Aufgabe der EU-Kommission, hieß es.

Mit dem Ende dieser Untersuchung und dem zugehörigen Ergebnis ist am 19. Januar des kommenden Jahres zu rechnen.
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erm Quelloffene Datenbank... Wie soll es dort zu höheren Preisen kommen? Oracle wird weiterhin sauteuer bleiben und MySQL wird weiterhin umsonst bleiben ....
 
@Kommantatoren in [1], [2], [2.1] und [3]: Schaut doch bitte Mal in der oben genannten Quelle. Die EU steht der Fusion deshalb kritisch gegenüber, weil befürchtet wird, dass Oracle das aktuelle Konkurrenz-DBMS "MySQL" aufkauft um dieses später nur noch kostenpflichtig anzubieten. Zitat: "Die Kommission muss sicherstellen, dass die Kunden nach der Übernahme nicht mit einem geringeren Angebot oder höheren Preisen konfrontiert werden."
 
@knoxyz: Von Mysql gibts ne propietäre und ne open source Version. Das war schon immer so und wenn Orcale nach dem Deal die Open Source Version aufgibt wird sich schon jemand finden der die letzte Mysql Version weiterentwickelt.
 
@root_tux_linux: Nur weil es aktuell so ist, kann noch lange nicht darauf spekuliert werden, dass es zukünftig dabei bleibt. Denn auch die OS-Version enthält Lizenz- und Patentrechte. Mit einer Übernahme (ob es tatsächlich bei einem Zusammenschluss bleibt, wie im Newstext geschrieben, wird sich zeigen...) gehen all diese Rechte in Eigentum von Oracle über, die damit machen können was immer sie wollen (einstampfen?). Die Weiterentwicklung und Verbreitung ist somit ohne ausdrücklicher Genehmigung seitens Orcale illegal.
 
@knoxyz: Wir möchten die Gefahr ausschließen, daß Distributoren eines freien Programms individuell Patente lizensieren – mit dem Ergebnis, daß das Programm proprietär würde. Um dies zu verhindern, haben wir klargestellt, daß jedes Patent entweder für freie Benutzung durch jedermann lizenziert werden muß oder überhaupt nicht lizenziert werden darf. - http://www.gnu.de/documents/gpl-2.0.de.html - GPL Version einstampfen wird bisschen schwer :)


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