Jako vs. Blogger: Unternehmen entschuldigt sich

Recht, Politik & EU Nachdem das Vorgehen des Sportartikel-Herstellers Jako gegen den Blogger Frank Baade für großes Aufsehen in der Presse und zahlreichen Blogs sorgte, rudert das Unternehmen nun mit einer ungewöhnlichen Offenheit zurück. "Wir haben ganz offensichtlich überreagiert", sagte Rudi Sprügel, Vorstandsvorsitzender von JAKO. Die Anwälte des Unternehmens seien davon ausgegangen, dass sich der Hobby-Fußballtrainer nicht an die Absprache zur Entfernung eines Artikels halten wollte, in dem das neue Logo der Firme mit "unzulässiger Schmähkritik" bedacht wurde.

Demnach sei nicht erkannt worden, dass nicht Baade, sondern der Newsaggregator Newstin den in Baades Blog inzwischen gelöschten Text kopiert und weiterhin online bereitgestellt hatte. Noch bevor die Anwälte beider Seiten den Sachverhalt klären konnten, sei die Sache an die Öffentlichkeit gelangt.

"Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen", so Sprügel, "aber rückblickend betrachtet, wäre es viel besser gewesen, wir hätten mit Herrn Baade persönlich Kontakt aufgenommen und die Sache mit ihm direkt geklärt." Sprügel bedauert, dass sich die "Auseinandersetzung unnötigerweise so aufgeschaukelt hat".

Es sei auch unglücklich gewesen, nicht sofort auf die Anfragen von Bloggern und Journalisten zu reagieren: "Wir haben ja schließlich nichts zu verbergen." Die Verzögerung einer Antwort hänge unter anderem auch mit der Urlaubszeit und der Abwesenheit wichtiger Entscheidungsträger zusammen.

Sprügel kündigte an, den Blogger in die Firmenzentrale einzuladen. Dabei werde man sehr gerne mit ihm über das neue Logo diskutieren. Er wolle sich außerdem dafür einsetzen, dass Baade aus dieser Auseinandersetzung "keine finanziellen Nachteile erwachsen". "Ich bin mir sicher, dass beide Seiten aus dieser unerfreulichen Geschichte gelernt haben", sagte Sprügel.
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